Ben Bennett: Solange es Wunder gibt

Solange es Wunder gibt

Verlag: Bastei Lübbe [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-404-16306-9

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Alexandra und Morton haben auf Lighthouse Island ihre perfekte Idylle geschaffen. Sie führen gemeinsam ein Maklerbüro und bewohnen mit ihrem Hund Pearl ein kleines Haus am Strand. Eines Morgens erhält Alexandra einen beunruhigenden Anruf. Eine Kunde wartet auf Morton, der zu einem Besichtigungstermin nicht erschienen ist. Kurz darauf erscheint Morton zu Hause und erzählt, das er in einen Unfall verwickelt wurde. Alexandra bemerkt, das ihr Freund verändert ist, macht sich zunächst aber keine Gedanken. Erst als sich die Anzeichen mehren, dass der Unfall schlimmer war, beginnt Alexandra zu begreifen, was wirklich passiert ist.

Mit "Solange es Wunder gibt" legt Ben Bennett eine tragische Liebesgeschichte vor, die durchaus spannend beginnt. Man ahnt, was mit Morton passiert ist und leidet anfangs mit den Figuren. Doch schon im ersten Drittel wird das Buch zu mystisch und lässt jedwede belletristische Realität vermissen. Nach 185 Seiten gibt es ein Break und der zweite Teil der Handlung beginnt. Auch dieser Part startet ansprechend, jedoch überfrachtet Ben Bennett den Rest seiner Geschichte mit sich wiederholenden Gedanken seiner Hauptfigur. Gerade hier nutzt er das Konfliktpotential, welches der Stoff ohne Zweifel hat, überhaupt nicht aus.

Das Ende ist leider auch so, wie das gesamte Buch: Sehr vorhersehbar und kitschig. Auch hier gelingt es dem Autor nicht, das Potential seiner Geschichte auszunutzen. Alles an dieser Story ist glatt und sauber: die Idylle auf Lighthouse Island, die Beziehung von Morton und Alexandra, sogar Caro, deren beste Freundin. Meisterhaft gelingt es Ben Bennett, jede Hürde in seiner Handlung zu umschiffen.

Viele Leser werden jetzt wahrscheinlich bemängeln, das ich diese leise Geschichte nicht zu würdigen weiß. Dem ist nicht so: Als leidenschaftlicher Leser von Nicholas Sparks, Cecelia Ahern oder auch Marc Levy verliere ich mich gerne in romantische, mystische oder dramatische Liebesgeschichten, wie sie auch Ben Bennett erzählt. Nicht umsonst hat mich der Klappentext angesprochen. Doch die Ausführung der Geschichte konnte mich nicht überzeugen. Selbst der Sonntagsfilm im ZDF hat mehr Ecken, Kanten und Dramatik. Und genau das bleibt dieser Roman dem Leser schuldig.
Fazit
"Solange es Wunder gibt" ist einer dieser Romane, bei dem man nach der Lektüre sagt: tolle Idee, schlechte Umsetzung. Überzogen kitschig erzählt Ben Bennett die Geschichte einer großen Liebe, die den Leser mit zunehmender Dauer eher nervt als mitleiden lässt. Es sind die Konfliktpunkte, die der Autor bei der Entstehung vollkommen aus den Augen verloren hat und die in ein vorhersehbares, nicht wirklich überzeugendes Ende gipfeln. Ob ich ein weiteres Buch von Ben Bennett lesen werde? Ich denke schon. Schließlich hat jeder eine zweite Chance verdient.
3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne

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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 12. April 2013

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