Raven Hart: Unsterbliche Vampire

Unsterbliche Vampire

Verlag: Blanvalet Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Fantasy
ISBN-13 978-3-442-37383-3

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Gleich zwei Autorinnen verbargen sich ursprünglich hinter dem Pseudonym Raven Hart. Einmal Susan Goggins und zum anderen die im Januar 2006 verstorbene Virginia Ellis. Gemeinsam erschuf das Autorenduo die Savannah-Vampires-Reihe bzw. die ersten beiden Bände davon (The Vampire's Seduction/Unsterbliche Versuchung - blanvalet 09/2009, The Vampire’s Secret/Unsterbliche Begierde - blanvalet 02/2010). Nach dem Tod von Ellis machte Goggins alleine weiter und legte mit insgesamt drei Bänden nach (The Vampire’s Kiss/Unsterbliche Leidenschaft - blanvalet 05/2011) und die noch nicht ins Deutsche übersetzten Romane The Vampire's Betrayal und The Vampire's Revenge.

Im ersten Teil der Serie lernten Harts LeserInnen bereits William Cuyler Thorne kennen. Der über 500 Jahre alte Vampir genießt sein Leben in vollen Zügen, verfügt über Macht, Geld und Ansehen und genügend Blut um seinen Durst zu stillen. Doch sein Erzeuger taucht aus der Alten in der Neuen Welt auf und gefährdet all dies. Es kommt zu einer Auseinandersetzung. Die - wie man der Inhaltsangabe des zweiten Teils entnehmen kann - zugunsten Williams ausgeht. Genießen kann er seinen Sieg jedoch nicht so richtig, denn die Gefolgsleute seines Erzeugers nehmen die Niederlage ihres Meisters nicht einfach so hin. Hinzu kommt, dass besagter Erzeuger William offenbart, dass seine Frau, um die er seit Langem trauert, genau wie er selbst untot ist. Während er sich gegen Reedreks Anhänger zur Wehr setzt, muss er erkennen, dass Reedrek ihn nicht angelogen, die Frau, die er einst liebte, sich aber gravierend verändert hat.

Da der Roman aus verschiedenen Perspektiven geschrieben ist, erfahren Harts LeserInnen nicht nebenbei sondern in einem gleichwertigen Handlungsstrang, dass Williams Gefährte Jack mit Gefühlen für eine Frau kämpft, die nicht vollkommen menschlich ist. Die kann ihm gefährlich werden. Genau wie ein seltsamer Virus, der überhaupt allen Vampiren den Garaus machen kann.

William versucht sich mittels seines Gefährten Jack und seiner Geliebten Eleanor gegen Reedreks Anhänger zu wehren, kommt jedoch allein mit deren Hilfe nicht weiter. Ausgerecht eine Vampirin, die ebenso gefährlich werden kann, wie die Feinde der Alten Welt, scheint Williams letzte Hoffnung zu sein.

Soviel zum Inhalt in aller Kürze. Die Geschichte selbst wird - wie bereits angedeutet - aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Mal kommt William, mal Jack zu Wort. Beide in Ich-Form. Dabei können LeserInnen gut unterscheiden, denn dem einen merkt man seine 500 Jahre in gewisser Weise an, drückt er sich doch zuvorkommend-höflich (aber nicht altertümlich) aus, während der wesentlich jüngere Jack eine eher direkte und leicht sarkastische Sprache spricht. Die Geschichte selbst spielt in den Südstaaten der Gegenwart. LeserInnen erfahren von den Hoffnungen und Befürchtungen, von den Schwächen und Stärken der beiden Hauptvampire, ihrer Freunde und Schützlinge. Von Begierden und Hunger.

Dunkle Zauberkünste, Voodoo, Hinterhältigkeiten, Sex, Gewalt und Action werden Kapitel um Kapitel zusammengesponnen. Obwohl es keine wirklichen Höhepunkte gibt und William und Jack auch eher auf alles reagieren, als dass sie von sich aus agieren, lässt sich die Geschichte flüssig lesen. Die Charaktere erscheinen insgesamt etwas blass, was aber unter Umständen darin begründet liegt, dass man es mit einer Buchreihe zu tun hat, in der die Figuren über mehrere Bände hinweg auftauchen. Dabei laufen Autoren bei ständigen Wiederholungen von Charaktereigenschaften die Gefahr für Längen zu sorgen; oder eben, dass Figuren zwar durchaus sympathisch oder unsympathisch echt und dennoch diffus wirken. Gleichwohl kann man mit ihnen mitfiebern, -leiden oder -hoffen, da sie trotz allem vielschichtig wirken.

Das Ende des Buches ist nicht das Ende der Geschichte, die geht im dritten Band weiter und auch in dem bleiben - so viel weiß ich schon - Fragen offen, weil es einen vierten und fünften Band gibt.
Fazit
Fazit:
Die erwähnten, kleineren Schwächen schmälern das Lesevergnügen nicht sonderlich, sorgen aber dafür, dass Unsterbliche Begierde nicht die volle Punktzahl von mir bekommt. Gut unterhalten habe ich mich dennoch gefühlt. Das liegt an dem Umstand, dass der Roman genau wie der Vorgängerband mit einer Grundidee aufwartet, die im Gegensatz zu anderen Vampirromanen nicht oberflächlich-lustig erzählt wird, auf erotische Figuren und ebensolche Szene fokussiert ist oder mit Unsterblichen aufwartet, die nichts Besseres zu tun haben, als sich oder ihre Widersacher permanent mit Feuerwaffen zu bekämpfen. Wer Wert auf so etwas legt, sollte besser die Finger von der Reihe um die Savannah Vampires lassen. Bleibt zu hoffen, dass die letzten beiden Bände auch in Übersetzung veröffentlicht werden. Denn den dritten Band Unsterbliche Leidenschaft habe ich mittlerweile ebenfalls gelesen und der kam immerhin schon 2011 auf den Markt, ohne dass weitere Folgebände angekündigt wurden.

Copyright ©, 2013 Antje Jürgens (AJ)
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Vorgeschlagen von Ati [Profil]
veröffentlicht am 16. Februar 2013

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