Mark Charan Newton: Stadt der Verlorenen

Stadt der Verlorenen

Verlag: Egmont Lyx Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Science Fiction
ISBN-13 978-3-8025-8510-4

Preis: 12,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 05. Dezember 2016]
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In Villiren herrscht Endzeitstimmung. Eine Eiszeit bedroht die Welt und die Stadt selbst ist von Flüchtlingen übervölkert, der beste Nährboden für Korruption, Gangsterbanden und andere Kriminelle. Inzwischen stehen die Okun vor den Toren der Stadt. Die Invasion aus einem anderen Daseinsbereich ist inzwischen nicht mehr abzuwenden. Die Abgeschlossenheit der Stadt, und die Enge durch die Übervölkerung, sorgt weiterhin für Unruhe, die gesteigert wird, als sich herumspricht, dass eine Riesenspinne ihr Unwesen in der Stadt treiben soll. Gewalt ist an der Tagesordnung, und Menschen werden ermordet oder verschwinden. Weil auch Soldaten des Kaiserreichs darunter sind, macht sich Rumel Jeryd mit seiner Gehilfin Nenzi daran, Licht ins Dunkle zu bringen. Doch wie heisst es in einer alten Redensart, allein der Versuch ist strafbar und je länger sie in den Abgründen der Stadt wühlen, umso grauenhaftere Dinge werden ans Tageslicht gezerrt. Gleichzeitig versucht Kommandant Brynd Lathraea die Verteidigung der Stadt zu organisieren und Verbündete zu finden. Die kriminellen Banden haben gar kein Interesse, denn sie sehen in den Bewohnern erst einmal Opfer, die man ausnehmen kann und nicht die Bürger, die man verteidigen und beschützen muss. Lediglich die wenigen vor Ort verbliebenen Kultisten sind bereit auf seiner Seite zu kämpfen und halten einige Überraschungen für Freund und Feind auf Lager.
Fazit
STADT DER VERLORENEN ist ein sehr beziehungsreicher Titel, der sich nicht nur auf die militärische Ausgangslage bezieht, sondern eben auf die korrupte Beamtenschaft und die Flüchtlinge, die aussichtslos ihr Leben fristen. Neben der bevorstehenden Kälte tritt der Angriff Okun in den Vordergrund.
Die Figuren sind Newtons Schwäche, wenn es darum geht, sie glaubhaft darzustellen. Manchmal sind sie viel zu naiv in ihren Handlungen, dann wieder ist die Figur gut ausgearbeitet, obwohl es nur eine Nebenfigur ist. Die Personen stehen in einer ständigen Weiterentwicklung, nur wenn sie quasi sofort auftritt, wirkt dieser Wandel unglaubwürdig. Newtons Idee hingegen, die Handlung von einer sterbenden Welt kurz vor einer Eiszeit ist originell. Leider verzettelt er sich etwas, wenn er versucht, grosse Probleme, etwa soziale Standesunterschiede, politische und wirtschaftliche Probleme, zu beschreiben und als Handlungsstrang einzuführen. Hier bleibt er in seinen Beschreibungen seltsam oberflächlich. Wie auch in NACHT ÜBER VILLJAMUR verflechten sich die einzelnen Handlungsstränge. Und man muss als Leser auch mal loslassen können. Etwa von liebgewordenen Handlungsträgern.
6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 13. Februar 2013

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