Robert Wolfe: Glits

Glits

Verlag: Thienemann Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Jugendroman
ISBN-13 978-3-522-20173-5

Preis: 13,95 Euro bei Amazon.de [Stand: 09. Dezember 2016]
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Der Bus mit Jay de Bonos Schulklasse stößt auf dem Weg ins Kunstmuseum mit einem Polizeitransporter zusammen. Im Polizeiwagen befindet sich ein sonderbarer Typ, mit dem die niederländischen Polizisten sich nicht verständigen können. Ein konturloses Etwas wie aus einem Computerspiel, das es theoretisch nicht geben dürfte und das trotzdem aufgetaucht ist. Bleistifte möchte es haben und wisssen, wie die Menschen so sind, sonst nichts. Jean Maas vom Geheimdienst ist schlicht beleidigt, dass das Glits nicht mit ihm spricht. Als sich herausstellt, dass nur ein paar über das Land verteilte Jugendliche die Signale des "Glits" in Sprache übersetzen können, glaubt der Geheimdienst, dass Jugendliche sich landesweit einen Scherz erlauben. Für Jay ist es schwer verständlich, warum Erwachsene die Dinge so kompliziert machen müssen und nicht mit dem Glits kommunizieren können. Ehe Jay als Dolmetscher zwischen Glits und Ermittlern zur nationalen Berühmtheit wird, muss erst ein Tontechniker erkennen, dass der Schüler mit dem peinlichen Musikgeschmack ein außergewöhnlich sensibles Gehör hat.

Die Polizei zieht ihr Routineprogramm durch; doch die Jugendlichen lassen sich auch durch Fangfragen eines Sonderermittlers nicht aus der Ruhe bringen. Anstatt Jay und die anderen direkt mit dem Glits sprechen zu lassen, wird nur der Ton übertragen, die Jugendlichen sollen für die Sonderdienststelle der Polizei nur übersetzen. Jay flippt aus. Er will sich nicht länger wie eine Laborratte behandeln lassen und das Glits direkt sehen können. Seit der Begegnung mit dem Glits gibt es in Jays Warnehmung keine rechten Winkel mehr, Flure verhalten sich wie Wendeltreppen. Jay bewegt sich in einer Art Spindel und findet das Glits tatsächlich im Polizeigebäude. Mit Rachel, die auch mit Glits kommunizieren kann, und dem außerirdischen Besucher wagt Jay die Flucht aus den Fängen des Geheimdiensts.
Fazit
Gern habe ich mich in Robert Wolfes zurückhaltenden Helden und seinen Schützling hineinversetzt und auch die erfrischend normale Rachel liebgewonnen. In Wolfes fatanstischer Geschichte wirkt es völlig pausibel, dass Kinder Dinge wahrnehmen, die Erwachsenen verschlossen bleiben und Erwachsene die Hilfe Jugendlicher in Anspruch nehmen müssen. Gut getroffen fand ich die Darstellung der Kommunikationsprobleme der Beteiligten. Nicht nur das Glits konnte sich anderen schwer verständlich machen, sondern überraschenderweise auch die jugendlichen Helden. Der fantastischen Geschichte wünsche ich ich viele männliche Leser. Empfohlen ab 13 Jahre.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne

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Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 11. Februar 2013

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