Wolfgang Brenner: Bollinger und die Friseuse

Bollinger und die Friseuse

Verlag: dtv [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Krimi
ISBN-13 978-3-423-24579-1

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Schauren ist eine kleine, aber fiktive Gemeinde an der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. Genauer gesagt, an der ja faktisch nicht mehr vorhandenen Grenze zwischen dem Saarland und Lothringen. Eigentlich nix besonderes, gibt es im realen Leben doch einiger dieser Grenzstädte, die in diesen beiden Ländern liegen. Manchmal auch mit einer gemeinsamen Verwaltung, so auch in Schauren, wo seit Jahren Pierre Brück als Bürgermeister regiert. Aber warum verschlägt es nun einen hoffnungsvollen Kriminalbeamten aus Saarbrücken in das verschlafene Kaff? Felix Bollinger wurde sozusagen strafversetzt. Er erschoss bei einem Einsatz einen Juwelier, weil dieser eine Waffe zog. Unglückliche Umstände eben. Bollinger meinte, er stellt einen Autoknacker, der Juwelier dachte, er würde überfallen. Nun denn, ab nach Schauren und den Aufbau einer in der EU noch nicht vorhandenen gemeinsamen Polizeistation einleiten. Zusammen mit den beiden alteingesessenen Flics aus Frankreich will Bollinger in den ersten Tagen gleich einen Fall aufklären, der eigentlich nie einer war. Ein Friseur soll vor mehr als 20 Jahren seinen Lehrling geschwängert haben und fiel dadurch in Ungnade. Angestachelt von der Frau des Bürgermeisters, der Bollinger gleich bei der ersten Begegnung gnadenlos verfiel, macht er sich auf Spurensuche. Und stößt in so manches Wespennest ...
Fazit
Lokalkolorit ohne Pathos. Ganz klar kann Felix Bollinger nur in dieser Gegend ermitteln. Der Menschenschlag ist sehr speziell im Grenzgebiet zwischen dem Saarland und Lothringen und der gebürtige Saarländer Wolfgang Brenner weiß genau, wo er hinschauen muss, um solch einen Krimi zu schreiben. Der eigentlich gar kein richtiger Krimi ist, ein Grenzfall eben, so wie auf dem Buchtitel beschrieben. Hervorragend umgesetzt und am besten in einem Aufwasch zu lesen.
9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne
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Vorgeschlagen von Dietmar Stanka [Profil]
veröffentlicht am 09. Januar 2013

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