Sebastian Fitzek, Michael Tsokos: Abgeschnitten

Abgeschnitten

Verlag: Droemer Knaur [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-426-19926-8

Preis: 1,98 Euro bei Amazon.de [Stand: 04. Dezember 2016]
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Rechtsmediziner Dr. Paul Herzfeld entdeckt bei der Obduktion einer Leiche die Telefonnummer seiner Tochter Hannah. Diese befindet sich in den Händen eines Entführers, der weitere Hinweise für Herzfeld vorbereitet. Ein Hinweis ist eine Leiche, die auf Helgoland gefunden wird. Da ein Orkan die Insel von der Außenwelt abgeschnitten hat, ist Herzfeld auf die Hilfe der Comiczeichnerin Linda angewiesen. Sie soll per Telefonanweisung die Obduktion der Leiche vornehmen, um den nächsten Hinweis zu finden.

Für seinen neuen Thriller hat sich Sebastien Fitzek prominente Unterstützung geholt: Michael Tsokos, Leiter des Instituts für Rechtsmedizin der Charité und Autor bekannter Sachbücher wie "Dem Tod auf der Spur" hat zusammen mit dem deutschen Thrillerstar an diesem Werk gearbeitet.

Herausgekommen ist ein typischer Fitzek, mit allen Stärken und bekannten Schwächen. Einmal mehr bereitet der sympathische Berliner dem Leser schlaflose Nächte, denn der Roman legt ein hohes Tempo vor. Kurze Kapitel, zahlreiche Szenen- und Schauplatzwechsel, sowie jede Menge Cliffhanger sorgen dafür, dass man den Roman kaum aus der Hand legen kann. Schon die ersten Seiten wecken das Interesse des Lesers. Ohne langes Geplänkel geht es sofort in die Handlung. Und die nimmt im Verlauf einige Wendungen.

Am Ende schaffen es Sebastian Fitzek und Michael Tsokos alle Handlungsknoten (halbwegs) plausibel aufzulösen, wobei mich die Geschichte, die um Linda erzählt wird, nicht restlos überzeugen konnte. Allerdings ist die gesamte Auflösung nicht mehr so spektakulär, wie es seinerzeit bei "Die Therapie" oder den Seelenbrecher der Fall war. Mir hat hier der Aha-Effekt gefehlt.

Etwas eindimensional fand ich auch die Figuren: Paul Herzfeld als getriebene Hauptfigur konnte mich nicht wirklich in den Bann ziehen und auch Linda wirkt etwas farb- und konturlos. Besser kommt da schon der undurchsichtige Sohn des Berliner Innensenators daher, dessen Rolle im Gesamtkonzept ein Höhepunkt ist. Insgesamt wirken die Figuren allesamt etwas blass.

Die Frage, ob der Roman blutrünstig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Sicher geht es bei "Abgeschnitten" nicht zimperlich zur Sache, doch wenn man sich einen Co-Autor wie Michael Tsokos ins Boot holt, ist anzunehmen, dass nicht nur Kochrezepte im Roman beschrieben werden. Im Vergleich zu Autoren wie Cody Mcfadyen geht es bei "Abgeschnitten" aber noch erträglich zu.
Fazit
Natürlich wird auch dieser Roman wieder die Bestsellerlisten stürmen, dafür ist die Fangemeinde von Sebastian Fitzek einfach zu groß. Und das auch zu recht: "Abgeschnitten" ist ein spannender Thriller, den man schwer aus der Hand legen kann. Wer allerdings die anderen Fitzek-Romane kennt, wird am Ende ein wenig das Aha-Erlebnis vermissen.
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 01. November 2012

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