Christoph Hardebusch: Smart Magic

Smart Magic

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Fantasy
ISBN-13 978-3-453-26745-9

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Um es einmal klar zu sagen. Der fünfzehnjährige Tom ist eine arme Sau. Man legte ihn als Findelkind vor einem Kloster in Brandenburg ab, das Jugendamt kümmerte sich nicht sonderlich gut um ihn und die Pflegefamilie, in der er sich jetzt befindet, ist eindeutig kriminell. Der gewalttätige Pflegevater verlangt von ihm, dass er möglichst viel Geld nach hause bringt, was auch nicht auf legale Weise möglich ist. Da der alkoholabhängige Herr Pflegepapa sehr gewalttätig ist, wird schon mal die Schule geschwänzt um das Ziel Geld nachhause zu bringen, zu erreichen. So ist Tom mit dem zwei Jahre älteren Pflegebruder Alex in Berlin unterwegs, die Touristen abzuzocken. Die beiden sind so geschickt, dass sie zu den besten Dieben zählen.
Eines Tages bemerkt Tom, dass ein schwarzer Vogel ständig in seiner Nähe ist. Er geht sogar soweit zu glauben, dass der Vogel mit ihm spricht. Noch mysteriöser wird es, als er im Garten eine alte Münze findet und in einem Museum das Gegenstück dazu. Nun, Tom wäre kein guter Dieb, wenn es ihm nicht gelingt, sich die zweite Münze anzueignen. Und ist das noch nicht genug, öffnet sich ein Tor in eine andere Welt. Tom zögert nur kurz und geht hindurch. Schupps befindet er sich im Land der Magatai. Da besteht ein freies Steppenvolk, das unter dem Herrscher zu leiden hat. Alle Versuche, sich seiner Herrschaft zu entledigen schlugen fehl. Und nun kommt ein fünfzehnjähriger Weltengänger daher, eben dieses Volk zu retten. Der Versuch gestaltet sich ein wenig schwierig, da die Gegner magische Rüstungen tragen und sich als Seelenfresser herausstellen. Ausserdem hat sich Alex den Magatai angeschlossen und steht somit Tom als Gegner gegenüber. Die Lage wird verzwickt, als er das Mädchen Matani kennenlernt. Sie ist eine Läuferin und ebenso hübsch wie wild. Und vor allem, sie will sich den Gegnern stellen. Zur Not alleine. Soweit lässt es Tom aber nicht kommen.
Fazit
Tom und Alex sind, vielleicht gerade wegen ihrer Herkunft und dem schlechten Leben, die sympathischen Handlungsträger. In ihre Rolle zu schlüpfen fällt jedem jungen Leser leicht und das Buch erweckt durchaus den Eindruck, für Jungen geschrieben worden zu sein. Erst relativ spät kommt der Identifikationspunkt für Mädchen, Matani, ins Spiel. Hier ändert sich aber auch die Rolle der beiden Jungs. Waren sie eben noch die ganz normalen Typen von nebenan, so werden sie in neue Rollen gedrängt. Sie müssen sich nicht nur mit der neuen Umgebung, sondern auch mit Kultur und Religion auseinandersetzen und das neue Rollenverhalten akzeptieren. Wenn man denn schon in die Rolle des Heilsbringers, der Auserwählten, des Prophezeiten gedrückt wird, muss man ihr auch gerecht werden. Der Fantasyroman bietet all das, was ein Roman benötigt. Stimmige Umgebung, sympathische Personen, den bösen Oberfiesling und weiteres mehr. Alles gut gemixt ergibt einen Abenteuerroman, der nicht nur bei jungen Lesern Gefallen findet. Auch der erwachsene Leser findet an dem Werk Gefallen. Christoph Hardebusch zieht alle Register und verdient wieder einmal mehr, viel Lob.
5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 20. August 2012

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