Jeffery Deaver: Carte Blanche

Carte Blanche

Verlag: Blanvalet Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-7645-0426-7

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Die Vorfreude war groß, als bekannt wurde, dass der amerikanische Thrillerautor Jeffery Deaver einen neuen James-Bond-Roman schreiben würde. Hat Deaver doch vor allem mit seinen Thriller um den gelähmten Ermittler Lincoln Rhyme bewiesen, dass er tolle Thriller schreiben kann. Jetzt liegt mit "Carte Blance" der Roman vor und kann die Erwartungen nicht erfüllen.

Ein dringender Alarm reißt James Bond aus dem romantischen Abendessen mit einer tollen Frau. Es wurde die Botschaft abgefangen, dass ein Terroranschlag bevorsteht. Da britische Sicherheitsinteressen betroffen sind, erhält Bond eine Carte Blance. Schnell führt ihn eine erste Spur zum Industriellen Severin Hydt. Weiter geht es nach Dubai oder Südafrika, wo sich Bond als Geschäftsmann ausgibt und in die Höhle des Löwen muss.

Das Bonddebüt von Jeffery Deaver hat mir aus mehreren Gründen nicht gefallen. Sicher, der Roman hat alles, was man von Bond erwartet: Action, tolle Schauplätze, technische Raffinessen und bekannte Gesichter wie M oder Miss Moneypenny. Allerdings bleiben die Figuren blass. Jeffery Deaver gelingt es nicht, seinen Figuren, allen voran James Bond, ein eigenes Profil zu geben. Sicher kann und darf er die Figur nicht neu erfinden, aber Deavers Bond bleibt konturlos. Immer wieder hatte ich beim Lesen Timothy Dalton vor Augen, der im Verglich zu Sean Connery nicht mehr als ein Hampelmann gewesen ist.

Hinzu kommt, dass der Roman zwar über Action und tolle Schauplätze verfügt, aber nicht wirklich spannend ist. Nach der relativ guten Eröffnungsszene braucht der Roman gut einhundertfünfzig Seiten, bis er wieder ein wenig Spannung aufbaut. Wobei immer wieder gesagt werden muss, dass Action nicht gleich Spannung ist. Zum Ende hin wird der Roman etwas besser, ohne aus der Masse der Thriller herauszuragen. Wenn nicht James Bond auf dem Cover stehen würde, würde der Roman kaum jemanden interessieren.
Fazit
Leider scheint in James Bond der Wurm zu stecken. Nach dem unsäglichen Film "Ein Quantrum Trost" kann auch der Roman aus der Feder von Jeffery Deaver nicht überzeugen. Der Roman liest sich wie die Fortsetzungen der Bourne Geschichten von Eric van Lustbader, die zwar ebenfalls relativ actionreich sind, aber etwas Triefgang und vor allem Spannung vermissen lassen. Schade.
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 31. Juli 2012

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