Tamara Alexander: Land der Sehnsucht

Land der Sehnsucht

Verlag: Francke [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-86827-334-2

Preis: 14,95 Euro bei Amazon.de [Stand: 01. Januar 1970]
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Dass die Erfüllung ihres Schicksals in Amerika, im rauhen, ungezämten Colorado zu Füssen der Rocky Mountains liegt, davon weiß Véronique Eveline Girard nichts, als sie eines Tages erfährt, dass sie ihr geliebtes Paris verlassen muss. Monsieur Marchand, der Dienstherr ihrer verstorbenen Mutter, der sich um sie gekümmert hat und sie als Gesellschafterin seiner Tochter im Haus behielt, wird aus politischen Gründen mit seiner Familie nach Brüssel gehen. Véronique aber soll - begleitet von der Familie Descantes - von Paris über Italien nach New York reisen. Dort wartet ein Begleiter auf sie, der sie nach Willow Springs in Colorado bringen soll, entsprechend dem letzten Wunsch ihrer Mutter Arianne Elisabeth, die inständig hofft, dass Véroniques Vater, der damals ohne seine kleine Familie nach Amerika ging, um sein Glück als Goldgräber und Pelztierjäger zu machen, in einem der dortigen Bergarbeiterdörfer lebt und sich um seine Tochter kümmern wird. Den Wunsch der Verstorbenen zu erfüllen bedeutet eine schwere Bürde auf sich zu nehmen und vieles Liebgewordene hinter sich zu lassen - nicht nur das sorgenfreie, elegante Leben in der französischen Gesellschaft sondern auch Bekannte und liebe Freunde wie Monsieur Marchand und Christophe Charvet, ihren Vertrauten seit Kindertagen.

Vielleicht hält die Mutter aus einer fernen Welt ihre Hände über die Tochter, so wie diese manchmal den Duft weißer Rosen - den Lieblingsblumen der früh verlorenen Mutter - irgenwo im Raum zu erkennen glaubt, als ob sie in der Nähe sei. Denn mitten in allen Gefahren, den Belastungen des neuen, harten Lebens, in dem sie sich nun bewähren muss, findet Véronique immer wieder Menschen, die ihr wohlgesonnen und freundschaftlich mit ihr verbunden sind - allen voran ein gewisser Jack Brennan, an dessen Seite sie versucht den Vater zu finden und der Ihr Leben mit in seine beschützenden, liebevollen Hände nimmt. Aber der Weg ist noch weit und allen Schmerz kann man dem anderen nicht erparen, auch wenn man ihn noch so liebt.......
Fazit
Tamara Alexander hat ein wunderbares Buch geschrieben. Es gibt so viele Möglichkeiten, etwas Schönes darzustellen, ob man ein Gemälde daraus macht oder ein Lied komponiert. Die Schriftstellerin hat die Worte zu Hilfe genommen - eine Fülle von ausdrucksvollen, bildreichen und klangvollen Worten, mit denen sie uns diese Geschichte nahe bringt. Schnell und flüssig ist ihr Stil und nimmt den Leser auf angenehme Weise mit in die Zeit um 1870, in der die Bekenntnisse zueinander noch geprägt von der herrschenden Etikette waren und Botschaften von Einem zum Anderen Wochen oder Monate brauchten, um anzukommen. Liebevoll und detailliert erzählt wird diese Lebensgeschichte ein unterhaltsamer, oft humorvoller Lesegenuss und trotz gefährlicher Situationen ahnt man das erwartete, gute Ende voraus und erfreut sich an einem Stückchen "heile Welt" für Liebende.
9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne

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Vorgeschlagen von brillenbaby [Profil]
veröffentlicht am 02. Juli 2012

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