Sherlock Holmes: Im Schatten des Rippers

Im Schatten des Rippers

Verlag: Titania Medien [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Hörbuch
ISBN-13 978-3-7857-4524-3

Preis: 6,79 Euro bei Amazon.de [Stand: 04. Dezember 2016]
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Kaum eine andere Figur der Literaturgeschichte ist so oft für Hörspiele oder Verfilmungen benutzt worden, wie der von Sir Arthur Conan Doyle erdachte Meisterdetektiv. Nach Maritim hat sich nunmehr auch das durch die Hörspielserie Gruselkabinett bekannt gewordene Label Titania Medien dem Stoff angenommen. Für die erste Folge hat man gleich einen interessanten Kunstgriff getan und die Geschichte von Holmes mit der von Jack the Ripper verknüpft.

Nach dem Auszug und der Hochzeit seines Freundes Watson ist Sherlock Holmes in ein mentales Loch gefallen. Dies ändert sich erst, als er Besuch von Inspektor Abberline bekommt, der dem Meisterdetektiv eröffnet, dass Watson sich schon wieder von seiner Frau getrennt hat und nunmehr in Whitechapel untergetaucht ist. Eine Gegend, in der ein Mörder namens Jack the Ripper sein Unwesen treibt. Durch Zeugenaussagen belastet, ist Watson in das Visier von Scotland Yard geraten. Holmes, von der Unschuld seines Freundes überzeugt, begibt sich auf die Suche nach Watson und muss bald erkennen, dass seine Brillanz für Jack the Ripper nicht wirklich ausreichend ist.

Die erste Folge dieser neuen Hörspielserie orientiert sich sehr stark am ersten Sherlock-Holmes-Film mit Robert Downey jr. Gerade die Eröffnungsszene, in der Holmes verbarrikadiert in seinem Zimmer sitzt, wurde fast eins zu eins übernommen. So braucht die Story, die eine Gesamtlänge von 80 Minuten aufweist, auch etwas Zeit um wirklich in Fahrt zu kommen. Nach und nach wird der Fall besser, auch wenn es, bedingt durch die Tatsache, dass Jack the Ripper ja niemals gefasst wurde, nur ein durchschnittliches Ende gibt.

Mit Joachim Tennstedt als Holmes und Detlef Bierstedt als Watson hat man zwei versierte Sprecher gefunden, die sich jedoch mit den Maritim-Sprechern Christian Rode und Peter Groeger messen lassen müssen. Und bei diesem Vergleich ziehen sie zumindest bei dieser Folge eindeutig den kürzeren. Von den weiteren Sprecher überzeugt vor allem Regina Lemnitz als Haushälterin miss Hudson. Ansonsten kann man die Umsetzung als durchaus gelungen ansehen. Wie schon in der Serie Gruselkabinett steht Marc Gruppe für anspruchsvolle Ton- und Soundqualität, die London im 19. Jahrhundert durchaus lebend werden lässt.
Fazit
Die Idee, für den Auftakt der neuen Holmes-Hörspiele eine Verknüpfung mit Jack the Ripper herzustellen ist nur bedingt gelungen. Die Story kann in letzter Konsequenz nicht überzeugen. Die beiden Hauptsprecher liefern zwar eine solide Leistung ab, bleiben aber augenblicklich hinter anderen Holmes-Watson-Sprechern zurück.
6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne

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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 21. März 2012

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