Sarah Lark: Die Insel der tausend Quellen

Die Insel der tausend Quellen

Verlag: Gustav Lübbe [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: historischer Roman
ISBN-13 978-3-7857-2430-9

Preis: 10,32 Euro bei Amazon.de [Stand: 08. Dezember 2016]
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Die Kaufmannstochter Nora Reed geht eine Vernunftsehe mit dem verwitweten Zuckerrohrpflanzer Elias Fortman aus Jamaika ein. Aber das Leben in der Karibik gestaltet sich nicht so, wie Nora es sich erträumt hat. Der Umgang der Plantagenbesitzer schockiert sie zutiefst und schnell wird Nora zu einer Art Engel der Sklaven. Gegen viele Wiederstände versucht sie, auf ihrer Farm einiges zu Besseren zu ändern. Unterstützung bekommt sie dabei von ihrem Stiefsohn Doug, der aus Europa zurückkommt. Seine Heimkehr ist vor allem seinem Vater ein Dorn im Auge. Auch Noras Gefühle geraten durcheinander. Doch dann verliert Nora alles, bis auf ihr Leben.

Nach ihren erfolgreichen Neuseelandromanen wendet sich die deutsche Bestsellerautorin Sarah Lark mit "Die Insel der tausend Quellen" einem neuen Thema zu: Jamaika zur Zeit der Sklaven. Wie in ihren anderen Romanen steht neben dem Schicksal der Hauptfigur vor allem der geschichtliche Hintergrund im Zentrum. Und diesen hat Sarah Lark ausgezeichnet recherchiert. Es gelingt ihr, die Zeit der Sklaven und der Zuckerrohrpflanzung vor dem Auge des Lesers lebendig werden zu lassen. Gerade in diesen Passagen hat der Roman seine starken Momente.

Abstriche muss man ein wenig bei der Story machen, die sehr klischeehaft daherkommt. Schon der Einstieg liest sich etwas zähflüssig, da man durch den Klappentext erfährt, was zu Beginn passiert. Dadurch werden die ersten gut 100 Seiten etwas langatmig. Mit Noras Ankunft auf Jamaika wird der Roman dann besser. Natürlich sind die Gefühle, die Nora für ihren Stiefsohn hegt, keine große Überraschung. Trotzdem schafft es Sarah Lark, den Leser auch hier bei der Stange zu halten. Dennoch sind es vor allem die geschichtlichen Hintergründe, die den Roman lesenswert machen. Das Ende ist überzeugend und durchaus auf ein Wiedersehen mit Nora angelegt.
Fazit
Einhundertfünfzig Seiten weniger hätten dem Roman sicher nicht geschadet. Trotzdem ist "Die Insel der tausend Quellen" ein lesenswerter Roman, der den Leser in die Welt der Sklaverei führt und in seiner Darstellung nichts beschönt.
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 05. Februar 2012

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