Elena Santiago: Inseln im Wind

Inseln im Wind

Verlag: Blanvalet Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-7645-0434-2

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Man schreibt das Jahr 1649. In London wurde Charles I. hingerichtet, und der Adel muss um sein Leben fürchten. Elisabeth Raleigh bangt auch um das Leben des Vaters, aber eine Ehe mit dem regierungstreuen Robert Dunmore enthebt sie dieser Sorge. Sie wird England verlassen müssen, um in Barbados zu leben, wo Roberts Vater Harold als einflußreicher Mann eine große Plantage bewirtschaftet. Einige Tage vor der Abreise begegnet Elisabeth dem Freibeuter Duncan Haynes, der ihre Gefühle total durcheinander bringt. Dennoch geht sie die eheliche Verbindung mit Robert ein und begibt sich mit ihm an Bord der "Eindhoven", die sie ihrem neuen Leben entgegen trägt, einem Leben voller Gefahr, Intrigen und dunkler Geheimnisse, in einer fremden, unbekannten Welt. Aber auch große Gefühle werden ihr begegnen und von ihrem Herzen Besitz ergreifen, ehe sich eines Tages ihr Schicksal erfüllt. Elena Santiago schreibt ihren Roman in flüssigem, leicht verständlichem Stil, der ein flottes Lesen erlaubt. Sie entwickelt eine voluminöse Geschichte, in der eigentlich alles vertreten ist, was Abenteuer und Spannung verspricht. Leider fehlt das Eingehen auf die geschichtliche Situation der damaligen Zeit sowie auch eine Beschreibung des eigentlich so reizvollen Handlungsortes fast gänzlich. Dafür wird für eine im 17.Jahrhundert spielende Story ein überaus freizügig sich abspielendes Liebesleben der Protagonistin dargestellt. Detailgetreu und unmißverständlich findet sich dieser stark aufgetragene Stil auch in der großen Anzahl der blutrünstigen Greuel, die mit eingeflochten werden. Ein facettenreicher, bunter Bilderbogen, der - wenn er zur damaligen Zeit von einem Bänkelsänger erzählt worden wäre - eine interessante "Moritaten" - Sammlung abgegeben hätte.
Fazit
Diese 543 Seiten starke Saga ist in der Zusammenfassung beurteilt ein unterhaltsames Lesevergnügen für zwischendurch. Ein bißchen "Vom Winde verweht" und etwas "Onkel Toms Hütte". Fluch und Liebe der Karibik - leicht wie ein leuchtender, farbenfroher Schmetterling, aber genau so leicht nach dem Lesen auch wieder vergessen!
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Vorgeschlagen von brillenbaby [Profil]
veröffentlicht am 06. Februar 2012

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