Jeremy Langreuter, Jutta Langreuter, Stephan Pricken: Stimmt das, Luzie?

Stimmt das, Luzie?

Verlag: Ravensburger Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Kinderbuch
ISBN-13 978-3-473-44575-2

Preis: 3,39 Euro bei Amazon.de [Stand: 05. Dezember 2016]
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Wer eine Welmeisterin im Flunkern wie Luzie in der Familie hat, wird sich manches Mal ein Wundermittel gegen kindliche Flunkereien wünschen. Ein Bilderbuch mit einer flunkernden Heldin kann so ein Wundermittel sein. Kaum hat Luzie am Morgen die Augen geöffnet, sprudeln die aberwitzigen Geschichten nur so aus ihr heraus. Oma, die für den morgendlichen Kindergarten-Bringservice zuständig ist, zweifelt, ob Luzies Mutter Nuss-Schokolade wirklich für ein sinnvolles Frühstück hält. Auf dem Weg in den Kindergarten trödelt Luzie und kommt prompt zu spät. Luzie ist natürlich völlig unschuldig - die Straßenbahn ist falsch abgebogen. Wirklich? Aus den Schienen gehüpft und auf der Fahrbahn weitergerollt? Allmählich glaubt kein Kind mehr Luzies Geschichten, obwohl ein Onkel in Panama mit Erlebnissen im Dschungel eine tolle Sache wäre. Uschi, die Erzieherin, blickt sehr ernst und verkündet, dass sie im Kindergarten keine Lügengeschichten mehr hören möchte. Eine sehr nachdenkliche Luzie baut zu Hause mit ihren Sofftieren einen Stuhlkreis auf. In der Tiermenagerie soll angeblich Zebra Zottel der Lügenerzähler sein. Luzie hebt den Finger: "Wenn man Lügen nötig hat, stimmt was nicht", predigt sie dem Zebra. Am folgenden Tag ist Luzie im Kindergarten schon wieder in Schwierigkeiten: "Meine Mama ist Pilotin und mein Papa Opernsänger." Das glaubt nun wirklich niemand. Zum Abholen für Luzie erscheinen einen Mama in Pilotenuniform und ein Papa, der für die Kinder kurz eine Arie schmettert. Erzieherin Uschi erklärt Luzie, dass dem niemand mehr glaubt, der schon zu oft geschwindelt hat. Jutta und Jeremy Langreuter bringen ihre Geschichte der flunkernden Luzie zu einem glücklichen Ende und lassen auf der letzten Doppelseite Erzieherin Uschi erklären, dass Notlügen dann erlaubt sind, wenn Kinder sich aus einer gefährlichen Situation retten müssen.
Fazit
Mit einem "schlimmen Kind" als Hauptfigur kann man kleine Bilderbuch-Betrachter erfolgreich fesseln. Wie gut, dass das andere Kind stets die schlimmen Dinge tut. Mit seinen Bildern treibt der Illustrator Stephan Pricken Luzies Lügengeschichten noch weiter auf die Spitze - der Hausmeister bläst den Tiger, der Luzie angeblich gekratzt hat, kurzerhand mit dem Laubgebläse davon. Fesch mit ihren Ohrclips wirkt Luzies Oma, und im Kindergarten erfüllt ein schwarzer Junge mit Brille die Migrantenquote. Auf das Thema Lügen und Trödeln im Bilderbuch haben einige Eltern sicher schon ungeduldig erwartet.
9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne

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Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 30. Januar 2012

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