Nicholas Evans: Die wir am meisten lieben

Die wir am meisten lieben

Verlag: Rütten & Loenig [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-352-00815-3

Preis: 0,78 Euro bei Amazon.de [Stand: 10. Dezember 2016]
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Im Leben des achtjährigen Tommy gibt es wenig glückliche Momente. Alles dreht sich um die Cowboys in den Westernserien und um die Besuche seiner Schwester Diane, die versucht, in Hollywood ihr Glück als Schauspielerin zu machen. Als Tommy in ein Internat kommt, brechen für ihn grausame Zeiten an. Er wird gequält und gehänselt. Vierzig Jahre später ist Tom ein anerkannter Dokumentarfilmer, der jedoch ein Geheimnis mit sich herumträgt, dass auch dafür verantwortlich ist, dass seine Ehe scheiterte. Und dann gerät sein Sohn Danny in ernste Schwierigkeiten. Man wirft ihm vor, im Irak an einem Massaker beteiligt gewesen zu sein. Langsam begreift Tom, dass er für seine Familie einstehen - und das er sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen muss.

Fünf Jahre mussten die Leser auf einen neuen Roman von Nicholas Evans warten, der wegen einer schweren Lebensmittelvergiftung zwei Jahre lang zur Dialyse musste. Jedoch hat sich das Warten gelohnt. In "Die wir am meisten lieben" erzählt Nicholas Evans eine Geschichte über Liebe, Schuld und Vertrauen, die den Leser von Beginn an berührt. Die gesamte Handlung wird in zwei unterschiedlichen Zeitebenen erzählt. Zum einen aus der Sicht des achtjährigen Tommys. Hier erlebt der Leser die Kindheit des Protagonisten mit. Besonders gelungen ist die Verknüpfung von bekannten Hollywoodpersönlichkeiten der 60er Jahre in die Romanhandlung. Auf der anderen Seite gibt es dann den Part in der Gegenwart, in der Tom sich seinem Sohn stellen muss. Hier arbeitet Nicholas Evans sehr gekonnt mit Andeutungen und häppchenweisen Informationen, was damals passiert ist und was der Leser bisher noch nicht weiß. Zum Ende hin wird der Roman sogar spannend wie ein Krimi, wenn sich scheibchenweise die Wahrheit enthüllt. Und auch hier hat Nicholas Evans ein paar Überraschungen für den Leser parat.

Die Figuren sind durchweg überzeugend. Tommy muss auch als Erwachsener noch gegen die Geister seiner Vergangenheit, was dem Roman eine Großteil seiner Spannung verleiht. Auch seine Eltern und vor allem seine Schwester Diane, die einen großen Part in dieser Geschichte spielt sind vielschichtige, interessante Figuren.
Fazit
Für alle Fans des Pferdeflüsterers ist auch "Die wir am meisten Lieben" ein absoluter Pflichtkauf. Eine überaus lesenswerte Geschichte über Liebe und Schuld, die zu den Buchhighlights des Jahres 2011 gehört!
10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 26. Dezember 2011

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