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Gianluigi Nuzzi hat in der Vergangenheit mit zahlreichen Büchern, zuletzt mit
seinem ebenfalls bei Ecowin erschienenen Bericht über "Die Vatikan AG"
überzeugend gezeigt, dass er Sachverhalte aus dem Dunkel der Verschwiegenheit
herausholen und einem großen Publikum, verständlich präsentieren kann.
Waren es 2010 die geheimen Dokumente aus dem Nachlass von Monsignore Renato Dardozzo, der bis Ende der 90 er Jahre eine führende Figur in der Verwaltung der Kirchenfinanzen war, die Unglaubliches zutage förderten, Verstrickungen mit der Mafia, Geldwäsche und Stiftungen, die nur auf den Papier mit zynischen Namen existieren, so ist es für das neue Buch ein Kronzeuge der 'Ndrangheta, der die Geheimnisse des größten Familienunternehmens der Welt enthüllt. Gianlugi Nuzzi hat mit diesem Kronzeugen, Guiseppe Di Bella, über Monate intensive Interviews geführt und sie für dieses spannende Buch aufbereitet. Während alle Welt darüber nachdenkt, ob Italien als nächstes Land unter den europäischen Rettungsschirm kriechen muss, wird in diesem Buch deutlich, dass es die Mafia ist, die wie ein Krebsgeschwür immer weitere Teile Italiens, auch seinen Norden, überzieht. Von dort, mit dem Zentrum in Mailand, breitet sich die Mafia nach Norden aus und hat mittlerweile in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr Einfluss als es uns lieb sein kann. Fazit
Der Spiegel Redakteur Andreas Ulrich zeigt für die deutsche Ausgabe des Buches
von Nuzzi in einem gesonderten Kapitel, auf welche souveräne und von der Justiz
und der Polizei völlig unbehelligte Weise sich die 'Ndrangheta seit langem in
unserem Land bewegt. Wahrscheinlich wird man erst dann darüber reden, wenn es
schon längst zu spät ist. Wer weiß, ob nicht auch bei uns schon Politiker auf
der Gehaltsliste stehen?
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