Antje Babendererde: Starlight Blues. In der Kälte der Nacht

Starlight Blues. In der Kälte der Nacht

Verlag: Merlin [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Jugendroman
ISBN-13 978-3-87536-271-8

Preis: 1,75 Euro bei Amazon.de [Stand: 11. Dezember 2016]
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Die Zeitung blieb in der Familie. Nach dem Tod ihrer Eltern versuchten Adam Cameron und seine Schwester Alice die kleine Lokalzeitung in Seattle weiter am Leben zu erhalten. Journalistische Themen gibt es hier an der Westküste für die Geschwister genug; sei es die Überfischung des Pazifik oder der umstrittene Anspruch der Ureinwohner auf den traditionellen Walfang. Wie überall sonst ist auch die Auflage der Lokalzeitung der Camerons im Sinkflug. Neben seinem Beruf als Journalist hat Adam eine Detektiv-Lizenz erworben. Als Adoptivkind indianischer Herkunft will Adam seinen Stammesgenossen zu Hilfe kommen können, falls die Polizei in "Indianerangelegenheiten" mal wieder nachlässig ermittelt. Ein Anruf aus Winnipeg bringt Adam auf die Spur eines 10 Jahre alten Falles. Dem Auftraggeber Robert Blueboy ist sein verstorbener Bruder im Traum erschienen. Der Fall des erfroren aufgefunden Jungen wurde nie geklärt; die Polizei stellte damals bald ihre Ermittlungen ein. Um sich mit dem Tod des Sohnes abfinden zu können, möchten die Angehörigen wissen, ob es einen Schuldigen gibt oder ob Daniels Tod wirklich ein tragischer Unfall war. Da auch Adams Familienname vor seiner Adoption Blueboy lautete, erhofft sich der Ermittler aus Seattle in Winnipeg Informationen in eigener Sache zu finden. Obwohl die Stadt in Manitoba als der kälteste Ort Kanadas verrufen ist und Adam darüber hinaus noch an Flugangst leidet, macht er sich auf den Weg. Im Fall des toten Daniel Blueboy stößt Adam auf eine Reihe von Ungereimtheiten. Die Familie hat damals weder einen Autopsiebericht noch die Kleidung des Toten erhalten. Die Erklärung der Behörden, wie der Junge an den abgelegenen Fundort gekommen sein soll, klingt unglaubwürdig. Adam hat hier in Kanada keine Lizenz als Ermittler, befragt aber dennoch alle, die Daniel kannten. Je tiefer er in den Fall einsteigt, umso öfter hört er Kritik an der Arbeit der Polizei Winnipegs, wenn es sich um Ermittlungen gegen Indianer handelt. Oft muss erst ein Fremder auftauchen, damit Zusammenhänge klar werden. Adam kann den Fall durch Sorgfalt und geschicktes Delegieren von Ermitttlungsaufgaben lösen und erlebt die nicht ungefährliche Reise nach Winnipeg auch als Reise zu seiner eigenen Herkunft.
Fazit
Starlight Blues legt zunächst ein gleichmäßiges Erzähltempo vor und fesselt zum Schluss des Buches hin mit einer stetig steigenden Spannungskurve. Anregung für den Fall des Daniel Blueboy war für die Autorin ein tatsächlicher Fall. Wie in allen ihren Jugendromanen will Antje Babendererde auch in ihrem Krimi über die aktuellen Lebensbedingungen der NAI (Native American Indians) informieren.
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Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 19. August 2011

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