Ursula Poznanski: Erebos

Erebos

Verlag: Loewe [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Jugendroman
ISBN-13 978-3-7855-6957-3

Preis: 5,94 Euro bei Amazon.de [Stand: 06. Dezember 2016]
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Der 16-jährige Nick geht mit seinen Freunden Jamie und Colin in eine Londoner Schule. Genervt stellt er fest, dass Colin und immer mehr Mitschüler eine geheimnisvolle CD erhalten, ohne darüber miteinander zu sprechen. Als auch Nick eine Kopie dieser CD zugesteckt wird, stellt er fest, dass es sich um ein Fantasy-Rollenspiel namens Erebos handelt. Dessen Spielregeln sind äußerst streng: niemand darf über Erebos sprechen und jeder darf es nur alleine spielen. Verstößt ein Spieler dagegen, fliegt er aus dem Spiel. Dieses scheint allwissend zu sein:. so verlangt Erebos beim Entwerfen des eigenen Spielcharakters die Eingabe des richtigen Namens und scheint Hobbies, Charakter und Gewohnheiten des jeweiligen neuen Mitspielers genau zu kennen. Dieser muss spezielle Aufgaben sowohl im virtuellen Rollenspiel als auch in der Wirklichkeit erfüllen. Diese Aufgaben, deren Erfüllung durch das Computerspiel genau überwacht wird, werden immer seltsamer und gefährlicher. Auch Nick bekommt dies zu spüren, als er von Erebos plötzlich aufgefordert wird, seinen Klassenlehrer Mr. Watson zu vergiften. Dieser hatte, ebenso wie Nicks Freund Jamie, sehr besorgt auf die durch Erebos ausgelöste Entwicklung in seiner Klasse reagiert, und beide hatten begonnen, die diesbezüglichen Zusammenhänge zu erahnen. Nick weigert sich, seinem Lehrer etwas anzutun und ist damit raus aus dem Spiel. Seine verzweifelten Versuche, wieder an Erebos teilzunehmen, bleiben erfolglos. Erst als Jamie durch einen auf Befehl von Erebos absichtlich herbeigeführten Fahrradunfall beinahe getötet wird, beschließt Nick, dem Treiben von Erebos mit Hilfe seiner Freundin Emiliy und einiger Computerfreaks ein Ende zu setzen...

Das Buch ist äußerst spannend geschrieben und ich habe es nicht mehr aus der Hand legen können, bis ich es zu Ende gelesen hatte. Die Autorin zieht den Leser immer tiefer in den Sog ihrer Erzählung, bis er von dem Geheimnis um Erebos genauso gefesselt ist wie Protagonist Nick, der sympathisch wirkt und mit seinen Stärken und Schwächen lebensecht gezeichnet und dadurch authentisch ist. Ursula Poznanski hat in ihrem hochgelobten Debüt der Versuchung widerstanden, das Thema "Gefahr durch Computerspiele" mit dem moralisch gehobenen Zeigefinger abzuhandeln. Die Verfasserin mag offensichtlich Rollenspiele und schildert eine faszinierende virtuelle Welt voller Vampire, Dunkelelfen, Zwerge und anderer Fantasy-Gestalten. Darin liegt auch die Stärke dieses Werkes, da es die Faszination Nicks für Erebos begreiflich werden lässt. Der zweite Teil des Buches und vor allem das Ende wirken nicht ganz so gelungen und ich teile hier die Meinung des Rezensenten der Fachzeitschrift "Eselsohr", dass die Auflösung etwas an den Haaren herbeigezogen erscheint - was aber den Gesamteindruck dennoch nicht schmälert. Vor allem ist diese Thematik und dieses Buch bei Jugendlichen sehr beliebt, wie eine Umfrage der Bibliothek im benachbarten Dreieich ebenso gezeigt hat wie die Tatsache, dass es von der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 nominiert wurde. Und dies ist doch das Wichtigste.
Fazit
Lesenswert
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne
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Vorgeschlagen von Bernhard Nowak [Profil]
veröffentlicht am 16. August 2011

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