Jörg Arndt, Christoph Haenel: Pi

Pi

Verlag: Springer Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Sachbuch
ISBN-13 978-3-540-66258-7

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Gleich zu Beginn des Buches bekommt der Leser den Sinnspruch Nil desparare (Nicht verzweifeln) aus Gauß' Mathematischem Tagebuch als Aufmunterung zu lesen. Abgeschreckt? Ich hoffe nicht, denn das Buch ist ein Leckerbissen für jeden Numeriker.
Das Buch stellt und beantwortet zum Einstieg einige populäre Fragen wie: Wie zufällig ist Pi? Ist Pi normal? Oder doch nicht normal? Das 163-Phänomen wird untersucht und die Kettenbruchdarstellung wird besprochen.
Es folgt ein Kapitel über leichte Wege zu Pi. Hier werden einfache Methoden gezeigt, wie der interessierte Leser mit Papier und Bleistift ohne allzu großen Zeitaufwand auf ein Dutzend und mehr Stellen hinterm Komma Pi ermitteln kann. Jene mit Programmierkenntnissen kommen aufgrund der erklärten Algorithmen leicht auf ein paar tausend Stellen in wenigen Minuten, wenn denn das Programm richtig läuft. Auch dazu leisten die Autoren Hilfestellung. Dem Buch liegt eine CD für den Computer bei. Diese enthält die besprochenen Prozeduren in der Programmiersprache C. Dazu gibt es weitere fertige Programmen mit denen der interessierte Leser der Zahl Pi zu Leibe rücken kann. Ganz lustig und für nix nütze ist die Suche nach dem eigenen Namen in der Zahl Pi. Der Namen wird vorher als Zahlencode A=1, B=2 usw. verschlüsselt und anschließend sucht ein Programm nach der Zahlenkette in Pi. Da die Zahlenkette unendlich lang ist, taucht jeder Namen früher oder später auf. Fast alle Namen findet das Programm in der mitgelieferten Zahlenwüste Pi von 50.000.000 Stellen hinter dem Komma.
Nach dieser leichten Kost folgt ein Kapitel über effiziente Näherungen für Pi und Kettenbrüche. Hier wird ein hohes mathematisches Verständnis vorausgesetzt. Weitere der insgesamt sechzehn Kapitel beschäftigen sich mit der Historie, Gauß, Ramanujan, den Borweins und einen Ausblick auf die Zukunft der Pi-Berechnungen.
Neben einem detaillierten Inhaltsverzeichnis enthält das Buch eine Dokumentation für die hfloat-library, ein gut sortiertes weiterführendes Literaturverzeichnis, auch mit Hinweisen auf Internetseiten und einen Index.
Fazit
Das Buch ist voll von Wissen und Randwissen über die Zahl Pi. Es ist für den Laien verständlich und unterstützt den Studenten sich den Problemen mit Pi zu nähern. Hobbynumeriker finden sicher noch den einen oder anderen Kniff ihr Pieberechnungsprogramm zu verbessern. Ein wunderbares Werk, von denen es im naturwissenschaftlichen Bereich viel zu wenige gibt.
9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne

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Vorgeschlagen von Lothar Hitzges [Profil]
veröffentlicht am 06. September 2003

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