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Ein neuer Bergriff verändert die Welt der Vorschulpädagogik und entwickelt sie
weiter. Hatte es doch eine sehr lange Zeit gedauert, bis die Träger und viele
erfahrene Erzieherinnen mit dem Begriff und der Praxis der Integration etwas
anfangen konnten, brauchte es auch seine Zeit, bis die jeweiligen Einrichtungen
umgebaut, in ihrem Konzept umgestellt und ihrer Ausstattung verändert wurden und
die Mitarbeiterinnen durch Fortbildungen und Supervisionen gelernt hatten
umzudenken.
Nun haben die Praxis selbst und der gesellschaftliche Wandel zu einer Weiterentwicklung der Konzeptionen geführt. Von der Integration zur Inklusion wird nun das neue Denken genannt, das, wie ich im Elternbeirat der Grundschule meines Sohnes erfuhr, bald auch in Hessens Grundschulen eingeführt werden soll. Es geht nun nicht mehr wie bisher um die Frage, ob ein Kind aufgenommen werden soll, sondern um Frage, wie sich eine Einrichtung verändern muss, um ein Kind mit seinen individuellen, ggf. auch durch eine Behinderung verursachten Bedürfnisse, aufnehmen zu können. Viele Tageseinrichtungen für Kinder im Vorschulalter arbeiten schon seit einiger Zeit an der Umstellung ihrer Konzeption in dieser Richtung, in manchen Bundesländern ist Inklusion politisch gewollt und soll sukzessive umgesetzt werden. Das vorliegende Buch gibt eine anschauliche Einführung in die wissenschaftliche und berufspraktische Diskussion zum Thema und zeigt an viele Praxisbeispielen, "wie eine Pädagogik der Vielfalt gestaltet werden kann, um Kinder mit Entwicklungsbeeinträchtigungen, Verhaltensauffälligkeiten, Sinnesbehinderungen sowie weiteren ‚Spielarten von Verschiedenheit’ gemeinsam fördern zu können." Fazit
Für alle ErzieherInnen-Teams und Trägervertreter, die sich über dieses Konzept
informieren wollen, bevor sie sich eine Meinung dazu bilden, ist das Buch
hervorragend geeignet.
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