Glenn Meade: Die Achse des Bösen

Die Achse des Bösen

Verlag: Bastei Lübbe [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-404-14926-1

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Mit den Romanen "Mission Sphinx" und vor allem mit "Operation Schneewolf" hat sich Glenn Meade in die erste Liga der Thrillerautoren geschrieben. Mit Spannung wurde nun auf Meades aktuellen Roman "Die Achse des Bösen" gewartet. Doch bevor der Roman überhaupt fertiggestellt war, wurde er von der Realität überholt. Das Attentat vom 11. September 2001 ließ die Handlung, die sich Meade ausgedacht hat, Wirklichkeit werden. Jetzt, fast zwei Jahre nach dem Einsturz des World Trade Center ist "Die Achse des Bösen" veröffentlicht worden. Meades Szenario lässt einen mehrfach einen Schauer über den Rücken laufen. Der Terrorist Abu Hasim plant den entscheidenen Schlag gegen die USA. Irgendwo in der amerikanischen Hauptstadt Washington hat Hasim einen chemischen Kampfstoff versteckt, der die gesamte Bevölkerung Washingtons auslöschen könnte, wenn die amerikanische Regierung nicht auf die Forderungen Hasims eingeht. Es beginnt ein tödlicher Wettlauf mit der Zeit, bei dem es nur einen Sieger geben kann. Im Gegensatz zu seinen bisherigen Romanen lässt es Glenn Meade bei "Die Achse des Bösen" sehr ruhig angehen. Viele Szenenwechsel tragen dazu bei, dass der Roman nicht so richtig spannend werden will. Ebenso die Vielzahl der Charaktere, die Meade in seine Handlung einbaut. Man bekommt beim Lesen den Eindruck, dass Meade zu viel erzählen wollte und sich dann zwischen den Handlungssträngen verzettelt hat. Sicher, dass Szenario das Meade sich ausgedacht hat, ist lesenswert und man kann sehr gut nachvollziehen, wie die Behörden der USA auf das Attentat vom 11. September reagiert haben. Doch auch hier hat Meade für meinen Geschmack zu dick aufgetragen. Die amerikanischen Ermittler sind ohne Fehl und Tadel. Eine etwas differenzierte Darstellung hätte dem Roman sicher gut getan. Der Roman wird aber mit fortschreitender Dauer besser, wofür hauptsächlich die Jagd nach dem Verräter in den Reihen der Amerikaner verantwortlich ist.
Fazit
Vielleicht waren die Erwartungen zu groß. Fakt ist, dass "Die Achse des Bösen" nicht so stark ist wie seine Vorgänger. 200 Seiten weniger hätten dem Roman sicher gut getan.
6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 26. August 2003

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