Die vorliegende Trilogie ist meiner Meinung nach sprachlich gut gelungen. Ein
grosses Plus bilden meiner Meinung nach auch die äusserst differenziert
gezeichneten, lebendig gestalteten Charaktere, besonders von Stallmeister
Burrich. Der klassische Schwarz-Weiss-Dualismus in Fantasy-Romanen (hier das
"Licht", dort die "Finsternis") ist zwar vorhanden, wird
jedoch durch die plastischen Charaktere zurückgedrängt. Es handelt sich hier für
mich eher um einen Entwicklungsroman eines Heranwachsenden, als um einen
Fantasyroman, was das vorliegende Werk natürlich auch ist. Jedoch bleiben nach
dem - überraschend plötzlichen - Ende des dritten Bandes viele Handlungsfäden
offen. Mir selber ist der Roman - gemessen an der Handlung - viel zu langatmig.
Der erste Band beginnt schleppend, Teil 2 hätte gut und gerne um die Hälfte
gekürzt werden können, von Band 3 gar nicht zu reden. Dadurch kommt es zu
endlosen Wiederholungen der Handlung (Kämpfe mit Entfremdeten und Korsaren), so
dass ich das Gefühl hatte, nun ermüde ich allmählich. Hervorragend: die
Botschaft, dass Tiere eine Seele haben und der Bund mit Tieren notwendig ist.
Ebenfalls gut gelungen: politische Machtkämpfe habgieriger Politiker (hier
dargestellt als endlos sich hinziehende Intrigen und Nachfolgekämpfe am
Königshof) zeigen Stärke.
Fazit
Insgesamt durch die obigen Schwaechen halte ich jedoch - im Vergleich mit
Spitzentiteln dieses Genres - eine Bewertung von mehr als 7 Sternen nicht für
angebracht, insbesondere unter Berücksichtigung der Schwächen des dritten
Bandes.
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