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Ein Jahr nach der Ermordung seiner Frau und seiner Tochter ist Doktor Richard
Morbius noch immer in Trauer um seine Familie. In seinem Kellergewölbe
experimentiert er an dem Mörder seiner Familie herum. Plötzlich tritt Andrew
Crimson in sein Leben und bittet ihn um Hilfe. Er soll einem Verbrecher das
Handwerk legen, der mehrere Frauen brutal vergewaltigt und ermordet hat und vor
Gericht frei gesprochen wurde. Morbius lehnt anfangs ab, doch als das Leben
seiner neuen Liebe auf dem Spiel steht, sieht er die Notwendigkeit seiner Hilfe
ein.
Auch die zweite Folge der Hörspielserie Doktor Morbius ist spannend und kurzweilig. Simeon Hrissomallis ist es abermals gelungen, einen düsteren Plot zu entwickeln, der gekonnt Horror- und Thrillerelemente vermischt. Wie schon in der Auftaktfolge "Mein dunkles Geheimnis" sind es die Sprecher, die auch diese Folge zu einem Erlebnis werden lassen. Udo Schenk brilliert wieder als rachegetriebener Doktor Morbius und ist in dieser Rolle durchaus ein Anwärter für sämtliche Hörspielpreise. Neben Thomas Nero Wolff als Morbius Bruder Eric und Helmut Krauss als Priester sind es in dieser Folge vor allem die bekannten Hörbuch- und Hörspielsprecher David Nathan und Detlef Bierstedt, die dieser Folge ihren Stempel aufdrücken. David Nathan agiert gewohnt souverän als undurchsichtiger Andrew Crimson. Detlef Bierstedt sorgt als Killer Steve Hellow für absolutes Gänsehautfeeling. Einziges Manko an "Blutgeld" ist die Tatsache, dass diese Folge mit einer Laufzeit von knapp über vierzig Minuten am unteren Hörspiellevel ist. Eine etwas längere Laufzeit wäre, gerade in Anbetracht der inhaltlichen Qualität, für die nächsten Folgen sehr wünschenswert. Fazit
"Blutgeld" ist ein überaus spannendes und atmosphärisches
Thrillerhörspiel, dass jedoch eindeutig für ältere Hörer geeignet ist.
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