Lincoln Child, Douglas Preston: Fever

Fever

Verlag: Droemer Knaur [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-426-19891-9

Preis: 1,49 Euro bei Amazon.de [Stand: 05. Dezember 2016]
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Pendergast in eigener Sache

Im 15 Jahr bereits befinden sich die Bücher um den Serienermittler und FBI Sonderagenten Aloysius Pendergast, der gemeinsam mit seinem kongenialen Pendant, den Lieutenant der Mordkommission Vincent d'Agosta einen kruden, düsteren und verwickelten Fall nach dem anderen in ganz eigener Manier löst.

Mit der Figur des Pendergast haben Preston und Child eine der schillernden und exotischsten Ermittlerfiguren der letzten Jahre ins Rennen geschickt, der physiognomisch und in der Wahl seiner Fälle und Ermittlungsmethoden eine Sonderstellung unter den vielen Thriller Protagonisten innehat.

In seinem neusten Fall aber lernt der Leser Pendergast von einer ganz anderen, privaten Seite kennen, denn er selbst ist involviert, Emotional mehr involviert als in die Geschehnisse um seinen Bruder Diogenes aus den vorhergehenden Romanen. Pendergast macht sich auf, den über 10 Jahre alten Mord an seiner eigenen Frau aufzuklären unter schmerzlichen Begleitumständen, aber in bekannt verwickelter und hinten herum denkender Art.

Das Buch beginnt mit einem Rückblick auf die Ereignisse, die zum Tod seiner Frau im Rahmen einer Safari führten. Durch einen Löwen zu Tode gekommen ging Aloysius Pendergast 12 Jahre lang davon aus, dass er einen tragischen Unglücksfall damals miterleben musste. Durch einen Zufall nur stellt er fest, dass der Tod auf der Safari ein geplanter und von langer Hand eingefädelter Mord war.

Auf seinem Weg mit d'Agosta, der sich für diesen Fall von der Mordkommission beurlauben lässt, dringt Pendergast tief in die eigene Vergangenheit ein und muss erkennen, dass das Kennenlernen seiner Frau, die Heirat und das gemeinsame Leben von Plänen und Geheimnissen durchzogen war, die seine Frau geschickt vor ihm verheimlichen konnte. Doch nun kommt eins ums andere der Puzzlestücke ans Licht auf der Suche nach den Hintermännern und dem Motiv des Mordes.
Hat sie ihn letztlich nur benutzt für ihr ganz eigenes, noch verborgenes Ziel?

Viel scheint dies alles mit einem verschollenen Gemälde von unschätzbarem Wert zu tun zu haben, doch wie so oft bei Preston und Child ist nicht immer alles so, wie es scheint. Nur auf eines ist Verlass, wie es d'Agosta lakonisch feststellt. Wenn man mit Pendergast ermittelt, dann braucht man auf jeden Fall zwei Dinge, eine Taschenlampe und eine Schusswaffe.
Fazit
Endlich, kann man sagen, zeigen sich die Hintergründe des oft undurchdringlich und ständig kontrolliert wirkenden Pendergast. Anders als sonst verlässt den Sonderagenten seine völlige Kontrolle über sich selbst und anders als sonst erlaubt er seinem Ermittlungspartner (und damit natürlich auch dem Leser) Einblicke in seine Vergangenheit, seine Familiengeschichte und seine eigene Persönlichkeit.

Dies gepaart mit einem, wie immer, flüssig erzählten, spannendem und logisch geschickt konstruiertem Fall sorgt für ein durchgängiges Lesevergnügen und der Lust auf weitaus mehr Thrillern um diesen schwarz gekleideten Agenten aus bester und reicher Familie.
9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Lehmann-Pape [Profil]
veröffentlicht am 14. Januar 2011

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