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Von den sogenannten Rasse Romanen, wie z.B. Elfen, Zwerge oder Trolle gibt es
schon viele und so denkt man das eigentlich die ganze Palette der fantastischen
Kreaturen abgegrast sind. Doch mit dem Roman ‚Die Minotauren‘ geht es nun auch
der zweiten Riege der Fantasy Rassen an den Kragen. Die Rasse mit Fell und
Hörnern die eigentlich aus der griechischen Mythologie stammen haben in den
letzten Jahren ein wenig mehr Aufmerksamkeit bekommen was vor allem an den
‚Narnia‘ Filmen liegt in denen die Minotauren auch vorkommen. Dennoch sind die
Stiermenschen eher unterrepräsentiert.
‚Die Minotauren‘ haben nichts mit der griechischen Mythologie zu tun, lediglich das Aussehen ist ihnen mit dem ursprünglichen Minotaurus gemein. Das ist aber nicht weiter schlimm denn es handelt sich ja um einen Fantasy Roman und nicht um eine geschichtliche Abhandlung. In der Geschichte geht es tatsächlich um die Rasse der Minotauren. Sie sind groß und stark haben jedoch den großen Nachteil das sie einen Krieg verloren haben der seit Generationen gewütet hat und nun das Schicksal des Verlierers ertragen müssen. Ihre Gegenspieler sind in dem Roman die Ustamani. Im Prinzip eine Menschenartige Rasse, die lediglich ein wenig kleiner ist und blaue Haut hat. Die Ustamani haben die Minotauren auf eine eher subtile Art versklavt. Es ähnelt ein Stück weit der Geschichte um die zahlreichen Kolonialmächte unserer Geschichte, die vermeintlich schwächere Landstriche einnehmen und sich Völker und alles andere Untertan machen. Obwohl es so scheint ist die Geschichte in ‚Die Minotauren‘ keine Schwarz-Weiß Malerei. Es gibt nicht nur Gut und Böse. Viel mehr gibt es auf beiden Seiten Charaktere denen man am liebsten den Hals umdrehen oder aber zujubeln möchte. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte sind Tarak, ein Minotaur der im Verlauf feststellt das er ein Schamane ist, sein Bruder Tarak, ein Krieger und der Ustamani Miharell, ein Magierlehrling der den Minotauren recht zugewandt ist. Sie alle werden eher unabsichtlich in einen großem Komplott des Magiers Feharil verstrickt, der vor hat eine verbotene und dunkle Variante der Magie wieder zu alter Kraft zu verhelfen natürlich nicht ohne eigenen Nutzen in Form von Macht und Einfluss. Tarak tritt dabei eine Revolution los welche das Volk der Minotauren wieder in die Freiheit entlassen soll, natürlich nicht ohne eine gehörige Portion Kampf, Blut und Magie. Fazit
‚Die Minotauren‘ ist einer der besten Fantasy Romane die ich in diesem Jahr
gelesen habe und auch wenn man zuerst denken möchte das es sich einfach noch um
noch einen der Rassen Romane handelt, bekommt man in der Geschichte sehr viel
mehr als nur 0815 Fantasy. Alle Charaktere sind ausnahmslos sehr gut beschrieben
und mit sehr viel Tiefe gezeichnet und in jeder Seite fragt man sich was als
nächstes passiert. Auch ein Grund dafür sind die sehr gut platzierten
Cliffhanger. Schade ist lediglich das die Geschichte auch mit einem solchen
endet aber der zweite Teil ist schon auf dem Weg. Richtig gute Fantasy mit einem
Touch Thriller: die perfekte Mischung.
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