Lorenz Pauli, Kathrin Schärer: Oma - Emma - Mama

Oma - Emma - Mama

Verlag: Atlantis Verlag, Zürich [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Kinderbuch
ISBN-13 978-3-7152-0607-3

Preis: 14,95 Euro bei Amazon.de [Stand: 06. Dezember 2016]
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Haben Sie Sich schon einmal gefragt, woran man bei Chamäleons erkennt, wer Männlein und Weiblein ist? In Emmas Familie ist schon einmal klar, wer das Kind ist: Emma trägt eine grüne Chamäleonpuppe durchs Geäst. Zu Beginn der Geschichte schaut Emma so maulig, wie ein Chamäleon mit seinem großen Maul nur schauen kann. Dann müssen wir das Buch um 90° drehen, damit wir auf der senkrecht stehenden Doppelseite Emma in ihrer ganzen Reptilienpracht vom Ast herunter hängen sehen können. Einen Ast tiefer thront ein Chamäleon mit riesiger Brille - Emmas Oma. Emma möchte so gern Verstecken spielen. "Wenn ich eine Idee habe, dann macht niemand mit. Wenn ich etwas alleine machen will, dann darf ich nicht..." Sind Chamäleons nicht sowieso versteckt, wenn sie ihre Farbe der Umgebung anpassen? Oma ist keine Spielverderberin - sie hat ihre Brille abgesetzt und zählt bis 40. Emma versteckt sich im Stinkblütenstrauch. Irgendwo am Rand hängt die Puppe vom Ast. Das kleine Chamäleon ist verflixt schwer zu finden; denn plötzlich sehen alle Äste aus wie leicht eingerollte Chamäleon-Schwänze. Emma kann sich nur schwer für ein Versteck entscheiden. Soll sie mit den Fledermäusen baumeln oder lieber zwischen den Igelmäusen herumhuschen? Oma hat fertig gezählt. Im märchenhaft dichten Wald hat sie keine Chance, Emma zwischen all den von den Ästen baumelnden und an Baumstämmen krallenden Tieren zu finden. Plötzlich ruft Mama nach Oma "Wo stecktst du?". Wenn Oma und Emma sich nicht bewegen, hat Mama keine Chance, die beiden zu finden. Im Versteck beginnt Oma inzwischen, ihrer Enkelin zu erzählen, wie es ist älter zu werden. Wenn Emma Omas Brille aufsetzt, sieht sie aus wie die Mama ihrer eigenen Mama. Zum Glück lassen die drei Chamäleons sich an der Größe und am Farbton unterscheiden. Auch wenn sich Emmas Gesichtsausdruck nicht verändert, ahnt man, wie lustvoll sie den Rollenwechsel auslebt, durch den sie endlich ein mal groß und fürsorglich sein kann und ein Erwachsener die Kinderrolle spielen muss.
Fazit
Kathrin Schärer hat die von Lorenz Pauli erzählte Geschichte der kleinen Chamäleon-Familie mit großformatigen Kreidezeichnungen und Aquarellen illustriert, in denen Brauntöne dominieren. Erstaunlich, wie stark sich Kinder in diesem unterhaltsamen Rollentausch mit der unscheinbaren Emma identifizieren können. Ganz nebenbei wird ihr Interessen an den kleinen Reptilien geweckt, die in afrikanischen Mythen eine wichtige Rolle spielen. Empfohlen ab 4 Jahren.
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Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 02. September 2010

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