Jacqueline West: Olive und das Haus der Schatten

Olive und das Haus der Schatten

Verlag: Rowohlt Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Kinderbuch
ISBN-13 978-3-499-21528-5

Preis: 0,40 Euro bei Amazon.de [Stand: 10. Dezember 2016]
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Olives Eltern sind beide Mathematiker. Ihre elfjährige Tochter scheint nach dem Geschmack ihrer Eltern kräfitg aus der Art geschlagen zu sein; denn Olive ist in Mathe eine absolute Niete. Als die Dunwoodys ein düsteres altes Haus mit einer Bibliothek von der Größe eines Ballsaales kaufen, hat Olive zum Glück Ferien und kann die alten Gemäuer in aller Ruhe untersuchen. Ms. McMartin, die vorherige Besitzerin des Hauses, war tot aufgefunden worden. Flugs entstanden die sonderbarsten Gerüchte; angeblich soll die Frau schon 150 Jahre alt gewesen sein.

Während die Eltern ihrer Tätigkeit als Mathe-Professoren nachgehen, streift Olive durchs Haus. Sämtliche Möbel, sowie das gesamte Gerümpel, das sich in hunderten von Jahren hier angesammelt hat, sind noch vorhanden. Olive hat das dumme Gefühl, dass das Haus ihr auflauert. Besonders unheimlich sind die zahlreichen Gemälde. Auf diesen Bildern gibt es etwas, das Olive nur beinahe sehen kann. Sie hat sogar das Gefühl, dass die Bilder sich unmerklich verändern. Mit Hilfe einer alten Brille kann Olive kopfüber in die unheimlichen Bilder eintauchen und begegnet in einer anderen Welt dem Jungen Morton. Horatio, der riesige rote Haus-Kater hat offenbar Gefallen an Olives Unternehmungslust gefunden. Er erklärt ihr, dass Häuser komplizierte Wesen seien. Menschen sollten nicht glauben, ein Haus gehörte ihnen nur deshalb, weil sie dafür bezahlt hätten. Olive reagiert verschnupft. Wie ärgerlich, dass dieses riesige Katzenvieh sich soviel besser im Haus auszukennen scheint als sie. Viel lieber würde Olive die Puzzlestücke des Geheimnisses, die sie bis jetzt entdeckt hat, selbst zusammensetzen. Ein Team aus drei Katzen und zwei Kindern löst schließlich das Rätsel des Hauses; dabei geht es nicht ohne für Olive äußerst gefährliche Eskapaden ab.

Olive, die in ihrem Leben schon oft umgezogen ist, hat gelernt, nicht aufzufallen und ihre Gedanken besser für sich zu behalten. Ihre Unabhängigkeit macht es ihr leicht, sich in die verschrobene Psyche des alten Haueses zu versetzen. Als phantasiebegabtes Kind strohtrocken rationaler Eltern entwickelt die Elfjährige erstaunlich Gedankengänge. Wie Olives Vater wissenschaftliche Methoden auf den besonderen Fall des Hauses anzuwenden versucht, gehört zu den hinreißendsten Szenen des Buches.

Band 2: Olive und das Haus der Schatten. Im Bann der Magie
Fazit
Jacqueline West schickt eine starke Heldin ins Spiel, die mit beiden Beinen in der Gegenwart steht und es souverän mit Mortons antiquiertem Rollenverständnis aufnimmt. Mit einfachen Mitteln, hier im düsteren Keller ein paar Spinnenweben neben dem Wäschetrockner, dort das Raunen über die Macht des Hauses, erreicht die Autorin, dass sich ihren Lesern die Haare auf den Unterarmen aufstellen. Für Leser ab 10 Jahren.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne
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Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 31. August 2010

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