Wulf Dorn: Trigger

Trigger

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-453-43402-8

Preis: 9,95 Euro bei Amazon.de [Stand: 01. Oktober 2016]
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Die Psychiaterin Ellen Roth wird mit einem besonders komplizierten Fall konfrontiert: Eine misshandelte Frau behauptet, vom Schwarzen Mann verfolgt zu werden. Als Ellen ihre Patientin am nächsten Tag aufsucht, ist diese aus der Klinik verschwunden. Ellen beginnt Nachforschungen anzustellen und wird sehr schnell zum Ziel des Unbekannten, der sie in eine makabere Schnitzeljagd hineinzieht und ihr immer wieder droht, ihre Patientin zu ermorden.

Mit Wulf Dorn betritt ein weiterer deutscher Thrillerautor die Literaturbühne. Im Gepäck hat er mit "Trigger" einen überaus packenden Thriller, der stellenweise an Sebastian Fitzeks Debüt "Die Therapie" erinnert. Und wie der Berliner schafft es auch Wulf Dorn, den Leser in einen Strudel aus Angst, Gewalt und Paranoia zu ziehen. Jedoch braucht er etwas mehr Zeit, um seine Story in Gang zu bringen. Die ersten gut 100 Seiten führen den Leser in die Geschichte ein. Der Grundstock für alles Weitere wird hier gelegt, ohne das "Trigger" auf diesen Seiten ein echter Pageturner ist. Dies ändert sich schlagartig, als Ellen ihre misshandelte Patientin zum zweiten Mal untersuchen will. Fast von einer Seite auf die andere erhöht Wulf Dorn dermaßen stark die Schlagzahl, das man "Trigger" nur schwer aus der Hand legen kann. Wie Ellen weiß auch der Leser bald nicht mehr, was er noch glauben soll. Überaus gespannt wartet man auf die Auflösung, die, ähnlich wie bei "Die Therapie", zwar offensichtlich ist, aber letztlich nicht erkannt wird.

Stilistisch kann Wulf Dorn ebenfalls überzeugen. "Trigger" liest sich ausgesprochen flott, ohne dabei platt zu sein. An den richtigen Stellen setzt Wulf Dorn einen Cliffhanger und sorgt dafür, dass man gefesselt in der Geschichte bleibt.
Fazit
"Trigger" ist ein ausgezeichneter Psychothriller, der durchaus den Vergleich mit den großen Namen nicht zu scheuen braucht. Mit gutem Gewissen kann man der Klappentextaussage von Andreas Eschbach folgen und im Bücherregal für weitere Romane von Wulf Dorn Platz machen.
9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 29. März 2010

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