Paul van Loon: Viktor, der kleine Werwolf

Viktor, der kleine Werwolf

Verlag: Coppenrath Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Kinderbuch
ISBN-13 978-3-8157-9866-9

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Das Mondlicht ließ Viktors Haut glühen und kribbeln. In der Nacht zu seinem 8. Geburtstag beobachtet der Junge zu seiner Verblüffung, wie ihm am ganzen Körper helle Haare wachsen und er sich in einen Werwolf verwandelt. Zum Glück passiert das nur in den drei Vollmondnächten jeden Monats. Timmys Eltern, bei denen Viktor lebt, pflegen selbst höchst exzentrische Eigenheiten. So gelingt es Viktor, sein haariges Problem zunächst zu verheimlichen; nur Timmy wird von ihm eingeweiht. Die Vorstellung, im Wolfsfell dem fiesen Nico mal so richtig Angst zu machen, findet Viktor höchst angenehm. Als Wolf traut sich Viktor Gedanken und Taten zu, die ihm als gerade Achtjähriger nie in den Sinn gekommen wären. Doch weil ein Wolf, selbst wenn er mit Viktors Brille auf der Nase harmlos wirken mag, jagt und frisst, werden Viktors nächtliche Streifzüge von der Nachbarin schnell entdeckt. Als sich Viktor ein Kuriositäten sammelnder Tierfänger an die Fersen heftet, hilft dem Achtjährigen völlig überraschend die ermutigende Botschaft eines geheimnisvollen Fremden, den er nachts im Stadtpark trifft.

Paul van Loon und der Illustrator Thorsten Saleina zeigen ihren Lesern Viktors Verwandlung von ihrer heiteren Seite. Ein bisher ängstlicher, unsportlicher Achtjähriger entdeckt in der Gestalt eines Wolfes bisher unbekannte Seiten an sich. Der ein Jahr ältere Timmy nimmt die Angelegenheit sehr gelassen. Wer einen Vater hat, der aus Jux mit Lockenwicklern oder einem Kaffeewärmer auf dem Kopf herumläuft, lässt sich doch von so einem Wölfchen nicht irritieren. Die Begegnung mit dem Fremden im Stadtpark und der Grund, warum Viktor in einer Pflegefamilie lebt, drücken dagegen sehr reale kindliche Ängste aus. Besonders gelungen finde ich die Beschreibung Viktors gegensätzlicher Stimmungen und die sinnliche Schilderung des Wolfs-Gefühls.
Fazit
Die zuerst 1999 bei Arena als Rölfchen Werwölfchen erschienene Geschichte wird in einfachen Sätzen erzählt. Viktors mehr komische als gruselige Erlebnisse in einem für Erstleser geeigneten Druck erfreuen schon Leseanfänger. Bei einem Umfang von 172 Seiten lassen sich mit dem ansprechend illustrierten Buch auch noch erfahrenere Leser fesseln. Das Preis-Leistungs-Verhältnis finde ich mit weniger als 10€ für ein solide gebundenes Buch sehr günstig.
7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne

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Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 21. Februar 2010

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