Hagen Röhrig: Kai Flammersfeld und die Transsylvanischen Schicksalskekse

Kai Flammersfeld und die Transsylvanischen Schicksalskekse

Verlag: Ravensburger Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Kinderbuch
ISBN-13 978-3-473-52402-0

Preis: 0,52 Euro bei Amazon.de [Stand: 09. Dezember 2016]
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Auf der Flucht vor der Verfolger-Gruppe nimmt Kai mitten im Räuber-und-Gendarm-Spiel die Abkürzung über den Friedhof, um die anderen abzuschütteln. Kai scheint nach dem Gruselfilm vom Tag zuvor besonders dünnhäutig zu sein; denn plötzlich sieht er Nebel wabern und glaubt sich von schaurigen Gestalten in dunklen Umhängen umringt. Nach über einer Stunde kehrt Kai völlig verändert zu der Fete zurück, von der er mit seinen Freunden zum Spielen aufgebrochen war. Bei Sandra und den anderen scheint die Welt in Ordnung zu sein, doch Kai trägt merkwürdige Bisswunden am Hals und sieht ziemlich kränklich aus. Zum Glück kennt sich Kais Oma als studierte Vampirologin mit der Veränderung ihres Enkels aus. Obwohl Kai nicht an Vampire glaubt, scheint er auf dem besten Weg zu sein, einer zu werden. Kais außergewöhnliche Oma, die schwimmt, Karate praktiziert und in einem idyllischen Häuschen am Waldrand lebt, kredenzt Kai und Sandra (die gemeinsam bei ihr eine Woche Ferien verbringen) ein Teufelsmahl für Hexen und Vampire. Eine wichtige Rolle für Kais Verwandlung spielen die Transsylvanischen Schicksalskekse, die die Oma streng nach Rezeptbuch gebacken hat. Kai erhält inzwischen einen Ratgeber für seine Verwandlung, ein sprechendes Buch, das nur so viele Informationen preisgibt, wie Kai jeweils verarbeiten kann. Die Vampirkinder Gutta, Gangolf und Gerrith suchen Kontakt zu Kai, obwohl ihre Eltern den Umgang mit Menschen streng verboten haben. In diesem Fall scheinen die Vampir-Kinder schlauer als ihre Vampir-Eltern zu sein; denn Kais Oma besitzt offenbar als einzige noch das Magie-Buch mit dem für die Vampir-Kultur so wichtigen Keks-Rezept. Wenn der kranke Opa Gismo von seinem Mondfieber geheilt werden soll, müssen die Vampire ihre Abneigung gegen die Menschen überwinden und um Omas Hilfe bitten. Wie die Vampir- und die Menschenkinder gemeinsam das Problem lösen, erzählt Hagen Röhrig pfiffig und mit gebremstem Gruseln.


Die Gruft, die Vampir-Sippe, ein Skelett, Spinnen, ein Rabe als Bote, Röhrig fährt außer dem gewohnten Grusel-Sortiment so schräge Apparaturen wie ein Weihwassergewehr auf. Kais Leiden an den körperlichen Veränderungen schildert der Autor mit viel Humor. Gepflegtes Gruseln kontrastiert aufs Komischste mit der Idylle in Omas Häuschen. Erwachsene Leser werden sich an der Figur der Großmutter ergötzen, die Kais Verwandlung sehr Ernst nimmt und sich dennoch nicht aus der Ruhe bringen lässt. Dass Sandra stets treu zu Kai hält, so sonderbar die Ereignisse auf sie wirken mögen, hat mir an Röhrigs zeitloser Abenteuergeschichte besonders gut gefallen.
Fazit
Eine zeitlose, abenteuerliche Vampirgeschichte für Leser ab 9 Jahren, die leicht und überaus witzig zu lesen ist.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne

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Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 01. Januar 2010

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