Jenny-Mai Nuyen: Feenlicht

Feenlicht

Verlag: C. Bertelsmann [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Fantasy
ISBN-13 978-3-570-16033-6

Preis: 1,42 Euro bei Amazon.de [Stand: 07. Dezember 2016]
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Die Sturmjäger von Aradon 1. Band
Alles beginnt in der Nähe von Har'punapatra, der Stadt der Zwerge und des Handels. Der Sturmjäger Redwin Gharra trifft auf den zwergischen Trollhändler, mit dem er sich zu einem nicht ganz legalen Geschäft verabredete. Für sein Flugschiff benötigt der Sturmjäger sechs neue Trolle. Die haben nichts weiter zu tun, als die Kurbel zu bedienen die das Luftschiff in die Luft bringt. Unterstützt werden sie dabei von dem geheimnisvollen Lirium. Lirium verleiht allem Leben, das sich im Land Aradon befindet besondere Kräfte. Sogar das Land ist lebendig, wie sonst lassen sich Namen wie "Die kauenden Klippen" und andere erklären? Verdächtig schnell geht der Handel von statten. Da rückt der schwarzbezopfte Zwerg mit einer Überraschung raus. Der Zwerg hat ein kleines Mädchen gefunden, das aus dem alten Reich stammt und dem das wilde Land nichts antat. Zwar will der Sturmjäger nichts mit Menschen zu tun haben, da diese wieder mit Druiden zu tun haben, aber letztlich nimmt er das Mädchen doch mit auf sein Schiff. Ausschlaggebend war der Umstand des Mädchens, sie kann Lirium sehen. Bei der nächsten Jagd auf einen Liriumsturm kann es Kapitän Gharra den Weg weisen. So gelangte das Mädchen, von den Zwergen Hel genannt, an Bord der Schwalbe. Sie lebt etwa zehn Jahre auf dem Schiff, nimmt die Gewohnheiten der Gilde der Sturmjäger an und erfährt so ein relativ sorgenfreies Leben. Trotz der Narbe und dem blinden Auge. Eines Tages jedoch stürzt das Schiff ab. Zerschellt liegt das Boot in Trümmern, alle Besatzungsmitglieder sind tot. Nur einem glücklichen Umstand verdankt Hel, dass sie am Leben bleibt. Ein geheimnisvoller Junge rettet sie und führt sie zurück nach Har'punapatra, der Stadt der Zwerge. In der Stadt, in der die Magier zu hause sind und die Sturmjäger einen Stützpunkt ihr eigen nennen, erfährt Hel von weiteren Abstürzen.
Ehe sie es sich versieht gehört Hel plötzlich zu einem Trupp, der sich auf den Weg macht, das Geheimniss um den Schiffsabsturz und andere Zerstörungen zu lösen.
Fazit
Die Idee mit den fliegenden Schiffen und deren Eigenschaft mit Lirium zu fliegen ist sehr hübsch. Fliegende Schiffe gibt es nicht sehr oft in der Literatur. Ein schönes Beispiel dafür ist jedoch Cecilia Dart-Thornton mit ihrem Buch Im Bann der Sturmreiter, erschienen bei Piper. Bei Jenny-Mai Nuyen wird das Lirium in sogenannte Feenlichtern eingefangen. Das Land Aradon lebt von und mit Lirium. Alles basiert auf der Magie und deren Grundstoff. Das Lirium ist jedoch ein endlicher Stoff und wird immer knapper. Eine Art Wirtschaftskrise macht sich bemerkbar. Soweit so gut. Das Lirium ist überall und in jedem Lebewesen vorhanden und kehrt bei dessen Tod in eine grosse Quelle zurück, so dass nichts verloren geht. Diese letzte Aussage widerspricht aber meiner ersten Aussage und verwirrt nicht nur mich selbst, sondern möglicherweise auch andere. Hier ist jedenfalls ein logischer Knackpunkt, den ich entweder nicht verstanden habe, oder dessen Auflösung erst in den nächsten Romanen kommt.
Die Sprache, die Jenny-Mai Nuyen benutzt, ist sehr angenehm und fantasievoll. Vor allem für das Zielpublikum ist die Erzählung sehr angenehm zu lesen. Ihre Geschichte ist wunderbar aufgebaut und führt stetig zum Ziel, auch wenn sie manchmal den Leser in eine andere Richtung führt. Allerdings habe ich den Eindruck, dass auch Jenny sich ab und zu in der Erzählung verliert und etwas langatmig wird. Die Überraschung ist dann um so grösser, wenn es gilt das eigentliche Ziel zu erreichen.
Die Qualität des Buches lässt mal wieder keine, na gut einen, Wünsche offen. Das Lesebändchen fehlt. Dafür ist der Schutzumschlag sehr stimmungsvoll, die Karte entspricht meinen Vorstellungen, ebenso wie die Hauptpersonen, die am Ende des Buches bildlich dargestellt wurden.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 27. November 2009

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