Linwood Barclay: Ohne ein Wort

Ohne ein Wort

Verlag: Econ Ullstein List Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-548-26743-2

Preis: 8,95 Euro bei Amazon.de [Stand: 28. September 2016]
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Nach einem Streit mit ihren Eltern geht die 14jährige Cynthia mit den Worten ins Bett. "Ich wollte, ihr wärt tot!" Als sie am nächsten Tag aufwacht, sind ihr Vater und ihre Mutter verschwunden. Auch ihr Bruder Todd ist weg. 25 Jahre später, Cynthia ist inzwischen mit Terry Archer verheiratet, beschließt sie in einer Fernsehsendung aufzutreten, um endlich Hinweise über den Verbleib ihrer Familie zu erhalten. Der Erfolg bleibt zunächst aus. Doch dann mehren sich die Zeichen, dass ihre Eltern mit ihr Kontakt aufnehmen wollen. Allerdings werden die Ereignisse immer bedrohlicher und nicht nur Cynthias Ehemann beginnt langsam, an ihrem Verstand zu zweifeln.

"Ohne ein Wort" ist der vielbeachtete und überaus erfolgreiche Debütroman von Linwood Barclay. Ein Roman, der es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat. Barclay gelingt es meisterhaft, den Leser vom ersten Wort an zu fesseln und den permanenten Spannungsbogen über die gesamten 492 Seiten zu halten. Wie seine Hauptfiguren tappt auch der Leser vollkommen im Dunkeln. Da Linwood Barclay sehr eindringlich aus der Ich-Perspektive von Terry Archer erzählt, hat der Leser auf jeder Seite das Gefühl, auf Augenhöhe mit den Figuren zu sein. Dadurch erhöht sich die Intensität des Romans.

Immer wieder versucht man Lösungspunkte zu finden, ist sich aber unschlüssig, in welche Richtung das Ganze gehen soll. Das bringt uns zum Schluss des Romans. Linwood Barclay hat einen Plot entworfen, desen Auflösung man wirklich herbei sehnt. Selten war ich so auf ein Finale gespannt. Dieses löst dann auch alle Fragen auf. Leider fragt man sich, ob es hier nicht doch ein wenig des Guten zu viel war. Sicher, die Auflösung ist schlüssig, hinterlässt aber den Eindruck, dass hier ein paar Fragen zu wenig gestellt wurden.

Das "Ohne ein Wort" trotzdem nahezu die Höchstwertung bekommt, liegt einfach an der Tatsache, dass der Roman allerbeste Unterhaltung bietet. Da verzeiht man die kleine Schwäche am Ende gerne. Insgesamt ein hochspannendes Debüt, dass Lust auf die weiteren Thriller von Linwood Barclay macht.
Fazit
Es gibt nur wenige Thriller, die so spannend sind, wie dieses Debüt. Ein Roman, den man wirklich nur im dringenden Notfall aus der Hand legen kann. Das das Finale nicht jedermann überzeugen wird, verzeiht man angesichts des wirklich großen Lesevergnügens.
9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 17. Oktober 2009

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