Nach vielen Tagen der Spannung habe ich das knapp 800 Seiten umfassende Werk
"Krokodil im Nacken" von Klaus Kordon endlich fertiggelesen. Doch ich
muss sagen, es hat sich wirklich gelohnt.
Manfred Lenz ist Bewohner der DDR. Anfang der 1970er Jahre will er, zusammen mit seiner Frau Hannah und seinen zwei Kindern, nach Deutschland fliehen. Beim Fluchtversuch wird er aber von der Polizei in Haft genommen und eine enorm unfaire Gefängniszeit folgt für ihn und Hannah. Währenddessen beschäftigt sich Manne nicht nur immer eingehender mit den Gewohnheiten der Stasi, sondern blickt für den Leser des Buchs zurück, um die Gründe der Flucht darzulegen. Angefangen bei der Jugend nach dem Krieg in Berlin beschreibt Kordon das Leben Mannes. Schon früh widersetzt er sich seinen Erziehern in Heimen und den Vorgesetzten auf der Arbeitsstelle, die aus ihm einen parteitreuen DDRler machen wollen. Genau das ist es, was Manne nicht sein will. Und dann entscheidet er sich, nach Westdeutschland zu fliehen, wo Hannahs Schwester schon auf sie wartet. Doch dazwischen liegt erst noch ein unfairer Gerichtsprozess......... Fazit
Klaus Kordon hat sich in Deutschland als Schriftsteller einen Namen gemacht.
Viele historische Romane stammen aus seiner Feder - und auch "Krokodil im
Nacken" ist ein Meisterwerk, trotz des Umfangs von 800 Seiten. Im letzten
Drittel hat das Buch teilweise kurze Hänger, die aber auf den letzten hundert
Seiten perfekt ausgeglichen werden. Das Buch ist nicht nur empfehlenswert,
sondern sollte bei jedem Politikinteressierten zum Standardwerk gehören!
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