Petra A. Bauer: Es geschah in Berlin 1926. Unschuldsengel. Kappes neunter Fall.

Es geschah in Berlin 1926. Unschuldsengel. Kappes neunter Fall.

Verlag: Jaron Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Krimi
ISBN-13 978-3-89773-602-3

Preis: 7,95 Euro bei Amazon.de [Stand: 01. Oktober 2016]
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"Es geschah in Berlin..." ist ein groß angelegter Kettenroman des Jaron Verlages. Die Autoren eines jeden Buches sind ganz unterschiedlich. Die Inhalte sind jeweils fiktiv, haben aber einen authentischen historischen Background. Also spannende Krimis, die dem Leser ein Bild vom Leben im frühen 20. Jahrhundert vermitteln sollen. Petra A. Bauer wurde 1964 in Berlin geboren und arbeitet hier als freie Journalistin und Autorin. Zu ihren Gebieten gehören sowohl Krimis als auch Kinder- und Jugendbücher. Zudem schreibt sie Ratgeber, Fachartikel und Kolumnen zu den Themen Frauen, Familie und Lifestyle.

Wir schreiben das Jahr 1926 in Berlin. Die goldenen Zwanziger erreichen die Hauptstadt und bringen nicht nur Gutes mit sich. Politisch tut sich etwas. Kappe, überzeugter Sozialdemokrat nimmt zur Kenntnis, dass sich ein Partei etabliert, die seinen Ansichten entgegensteht, nämlich die NSDAP. Zudem gibt es private "Probleme". Kappe und seine Frau erwarten ein drittes Kind, die Wohnung wird zu klein, Klara versucht ihn davon zu überzeugen eine neue Wohnung zu suchen und drängt ihren Ehemann dazu, um eine Gehaltserhöhung zu bitten. Zu guter letzt fängt seine Frau wieder an zu arbeiten. Für Kappe eine unerträgliche Vorstellung. Hat er seine Frau nicht mehr im "Griff"?

Zur gleichen Zeit: Eine junge Frau aus der Niederlausitz, nämlich Mina, geht nach Berlin. Nach einer unglücklichen Liebe, in der sie sich einem jungen Mann höheren Standes hingegeben hat, kann sie nicht bei ihrer Familie bleiben. In Berlin hilft ihr eine Freundin in der ersten Zeit bei der Suche nach Arbeit. Schnell findet Mina eine Anstellung als Dienstmädchen und lebt sich in der Stadt ein. Sie lernt zudem noch einen für sie atemberaubenden Mann kennen und wird freizügiger. In Berlin treibt währenddessen ein Mädchenmörder sein Unwesen. Mehrere junge Frauen wurden bereits mit zahlreichen Messerstichen im Körper und immer dem gleichen Schal um den Hals aufgefunden. Eine beruflich wie private schwierige Zeit steht Kappe bevor.
Fazit
Eine spannende Zeitreise ist dieses Buch. Der Fall des Mädchenmörders ist grausam und knifflig zugleich. Spannend sind aber auch die privaten Probleme von Oberkommissar Hermann Kappe. Eine Ehefrau sollte zu Hause auf eine gute Erziehung der Kinder achten und hauswirtschaftliche Aufgaben erfüllen. Ein Ehemann, der das nicht durchsetzten kann, scheint zu schwach für seine Frau zu sein. Gesellschaftliche Normen, die gerade in Westdeutschland noch lange galten und für moderne Paare, egal ob verheiratet oder nicht, unvorstellbar wirken.
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Vorgeschlagen von Romy Bigalke-Kunert [Profil]
veröffentlicht am 02. August 2009

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