Sebastian Fitzek: Splitter

Splitter

Verlag: Droemer Knaur [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-426-19847-6

Preis: 2,15 Euro bei Amazon.de [Stand: 27. September 2016]
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Bei einem Autounfall, den Marc Lucas selbst verschuldet hat, kommt seine Frau und mit ihr das ungeborene Baby in ihrem Leib ums Leben. Der Splitter, der sich beim Aufprall in seinen Hinterkopf gebohrt hat, schmerzt jedoch nicht so, wie die seelische Wunde. Da entdeckt Marc in einer Zeitschrift die Annonce einer psychiatrischen Klinik. Für ein Experiment werden Menschen gesucht, die schwerste Traumata durchgemacht haben. Marc sieht eine Chance gekommen, Sandra und das Baby zu vergessen. Doch statt Hoffnung zu schöpfen, wandelt sich Marcs Leben zu einem fürchterlichen Albtraum. Als er nach den ersten Tests nach Hause kommt, existiert seine Welt nicht mehr: Sein Wohnungsschlüssel passt nicht und ein fremder Name steht an der Tür, die von seiner verstorbenen Frau geöffnet wird.

Mit »Splitter« legt der Berliner Sebastian Fitzek seinen fünften Psychothriller vor. Und wie schon mit seinen bisherigen Werken, so gibt Sebastian Fitzek dem Leser auch diesmal nicht den Hauch einer Atempause. Im Gegenteil. In keinem seiner bisherigen Werke ist es ihm so konsequent gelungen, den Adrinalinspiegel auf allerhöchster Ebene zu halten. Marc Lucas' Albtraum entwickelt sich auch für den Leser zu einem Albtraum, der es unmöglich macht, den Thriller aus der Hand zu legen. Schon immer hat Sebastian Fitzek in seinen Romanen mit packenden Cliffhangern zum Ende eines Kapitels gearbeitet. Eine Kunst, die er in »Splitter« weiter perfektioniert hat. Immer wieder gelingt es ihm, die Handlung um 180 Grad zu wenden und den Leser zu überraschen.

Die Auflösung von »Splitter« ist wirklich überraschend, auch wenn sich besonders kritische Leser fragen werden, ob wirklich alles so passieren musste, wie es passiert ist. Doch wie schreibt Sebastian Fitzek in seiner, wieder einmal lesenswerten, Danksagung? »Ich schreibe einfach eine Geschichte, die ich gern selbst lesen würde.« Mit dieser Einstellung ist es dem sympathischen Berliner auf jeden Fall gelungen, zum derzeit besten deutschen Thrillerautor zu avancieren. Was der Australier Matthew Reilly im Bereich des Actionthrillers bietet, erreicht Sebastian Fitzek beim Psychothriller: absolut packende Romane, die dem Leser keine Seite zum Luftholen gönnen. Dies wird zwar sicherlich nicht mit dem Literaturnobelpreis gewürdigt werden, lässt aber die Fangemeinde zurecht weiter anwachsen.
Fazit
Mit »Splitter« kann sich Sebastian Fitzek nach dem tollen Vorgänger »Der Seelenbrecher« nochmals steigern. »Splitter« ist eine 364-seitige Achterbahnfahrt. Einziger Nachteil ist die Tatsache, dass die Messlatte für den nächsten Roman jetzt besonders hoch liegt.
10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne
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Splitter

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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 10. Juni 2009

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