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Nur mutige Schmuggler wie Tarik al-Jamal wagen sich mit ihrem fliegenden Teppich
in das Gebiet zwischen Samarkand und Bagdad, dass seit fünfzig Jahren von den
Dschinn beherrscht wird. Bei einen dieser Reisen kommt Tariks große Liebe Maryam
ums Leben, die auch von Tariks jüngeren Bruder Junis geliebt wurde. Seitdem
herrscht Feindschaft zwischen den beiden Brüdern. Dann aber bezirzt die
Palastsklavin Sabatea Junis, sie aus Samarkand in die Kalifenstadt zu begleiten.
Hinaus in eine Welt, in dem die Dschinne ganze Städte ausradiert haben. Tarik
schließt sich den beiden an. Und während aus den arabischen Wüsten ein riesiges
Dschinnheer in Richtung Bagdad marschiert, müssen die beiden Brüder ihren Hass
überwinden, zumal Sabatea ein Geheimnis hat, das allen den Untergang bringen
könnte.
»Dschinnland« ist der spannende Auftakt zu Kai Meyers neuester Trilogie um die Sturmkönige. Deutschlands Fantasy-Autor Nummer 1 entführt den Leser in die Welt von 1000 und eine Nacht und schafft es dabei durchaus, den alten Mythen und Legenden einen eigenen Charakter zu geben. »Dschinnland« beginnt mit einem rasanten Teppichrennen, dass die ersten 50 Seiten in Anspruch nimmt und dem Leser einen packenden Einstieg in die Geschichte bietet. Danach lässt das Spannungslevel etwas nach. Im Mittelteil hat »Dschinnland« ein paar Längen, die zwar nicht das Lesevergnügen stören, aber dem Roman etwas an Tempo nehmen. Zum Ende zieht Kai Meyer die Spannungsschraube wieder fester an und endet, wie es sich für einen Fortsetzungsroman gehört, mit einem guten Cliffhanger, der einige Fragen offen lässt. »Dschinnland« bietet viele interessante Figuren. Neben Tarik und Juris vor allem die undurchsichtige Palastsklavin Sabatea. Gekonnt bedient sich Kai Meyer den Mythen der alten Geschichten und schafft eine eigene Welt. Wie in seinen anderen Werken, so hat auch »Dschinnland« philosophische Ansätze, die zwar nicht störend sind, aber zu Lasten der Handlung und der Spannung gehen. Fazit
Mit »Dschinnland« legt Kai Meyer einen gelungenen Auftakt seiner neuen Trilogie
um die Sturmkönige vor. Der überaus gelungene Schluss macht Lust auf den zweiten
Teil.
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