Kai Meyer: Die Sturmkönige - Dschinnland

Die Sturmkönige - Dschinnland

Verlag: Gustav Lübbe [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Fantasy
ISBN-13 978-3-7857-2336-4

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Nur mutige Schmuggler wie Tarik al-Jamal wagen sich mit ihrem fliegenden Teppich in das Gebiet zwischen Samarkand und Bagdad, dass seit fünfzig Jahren von den Dschinn beherrscht wird. Bei einen dieser Reisen kommt Tariks große Liebe Maryam ums Leben, die auch von Tariks jüngeren Bruder Junis geliebt wurde. Seitdem herrscht Feindschaft zwischen den beiden Brüdern. Dann aber bezirzt die Palastsklavin Sabatea Junis, sie aus Samarkand in die Kalifenstadt zu begleiten. Hinaus in eine Welt, in dem die Dschinne ganze Städte ausradiert haben. Tarik schließt sich den beiden an. Und während aus den arabischen Wüsten ein riesiges Dschinnheer in Richtung Bagdad marschiert, müssen die beiden Brüder ihren Hass überwinden, zumal Sabatea ein Geheimnis hat, das allen den Untergang bringen könnte.

»Dschinnland« ist der spannende Auftakt zu Kai Meyers neuester Trilogie um die Sturmkönige. Deutschlands Fantasy-Autor Nummer 1 entführt den Leser in die Welt von 1000 und eine Nacht und schafft es dabei durchaus, den alten Mythen und Legenden einen eigenen Charakter zu geben. »Dschinnland« beginnt mit einem rasanten Teppichrennen, dass die ersten 50 Seiten in Anspruch nimmt und dem Leser einen packenden Einstieg in die Geschichte bietet. Danach lässt das Spannungslevel etwas nach. Im Mittelteil hat »Dschinnland« ein paar Längen, die zwar nicht das Lesevergnügen stören, aber dem Roman etwas an Tempo nehmen. Zum Ende zieht Kai Meyer die Spannungsschraube wieder fester an und endet, wie es sich für einen Fortsetzungsroman gehört, mit einem guten Cliffhanger, der einige Fragen offen lässt.

»Dschinnland« bietet viele interessante Figuren. Neben Tarik und Juris vor allem die undurchsichtige Palastsklavin Sabatea. Gekonnt bedient sich Kai Meyer den Mythen der alten Geschichten und schafft eine eigene Welt. Wie in seinen anderen Werken, so hat auch »Dschinnland« philosophische Ansätze, die zwar nicht störend sind, aber zu Lasten der Handlung und der Spannung gehen.

Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 07. Juni 2009

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