James Patterson: Rosenrot Mausetot

Rosenrot Mausetot

Verlag: Ehrenwirth Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-431-03313-7

Preis: 0,38 Euro bei Amazon.de [Stand: 06. Dezember 2016]
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Der vorliegende Roman ist nach: "Wer hat Angst vor dem Schattenmann" der zweite Alex-Cross-Roman von James Patterson. Er hat mich leider nicht überzeugen können. Die Handlung: mehrere Banken werden ausgeraubt. Dabei gibt es zahlreiche Tote. Deren Tod ist geplant und absichtlich herbeigeführt von einem brutalen Verbrecher, der sich "Superhirn" nennt. Nach weiteren Banküberfällen wird eine Sonderkommission gebildet, der Mitarbeiter aus dem FBI und Polizist Alex Cross angehören. Nach und nach findet er bei seinen Ermittlungen heraus, dass ein sogenanntes "Superhirn" Banden für die Überfälle anheuert. Zusammen mit seiner Kollegin Betsey Cavallierre versucht er, ein "Muster" der verschiedenen Überfälle zu finden und das "Superhirn" zu schnappen. Dabei werden auch die familiären Verhältnisse des Detektivs ausführlich beleuchtet, seine Beziehung zu seiner früheren Frau Christine (bekannt aus: "Wer hat Angst vor dem Schattenmann") zerbricht, weil sie über die in dem vorherigen Roman geschilderten Ereignisse nicht hinweg kommt. Und eines seiner Kinder erkrankt schwer. Hat er da noch Zeit zur Lösung dieses schwierigen Falles? Ja, er hat. Trotz der familiären Probleme kniet er sich bis zur Besessenheit in diesen Fall hinein; zusammen mit seiner Kollegin Betsey, der er dabei näher kommt.
Ob er den Fall lösen kann, wird hier nicht verraten.

Inhaltlich ist mir das Buch viel zu grausam geraten. Ja, mir ist klar, dass das Genre "Thriller" - und zahlreiche Psychopathen-Krimis zeigen dies - mit brutalen Einzelheiten und Verbrechen nicht sparen. In diesem Krimi wird dies aber zu sehr ausgewalzt, Gewalt verkommt m.E. zum Selbstzweck. Oder wie kann es anders gewertet werden, wenn 3-jährige Kinder brutal abgeknallt werden und der Roman rund 15-20 Leichen zurücklässt? Mich hat diese Brutalität abgestoßen.

Zweitens ist das Ende zu abrupt geraten. Man versteht die Motive des Killers nicht. Ist er verrückt? Warum will er sich rächen? Was trieb ihn zu seinen Taten? Wie konnte er den Verdacht auf weitere Personen lenken und was war deren Rolle in dem Spiel?

Der Roman wirkt "abgeschnitten". Als wenn der Autor entweder ein Seitenlimit überschritten hätte (die Taschenbuchausgabe umfasst 302 Seiten) oder am Ende keine Lust mehr hatte, die Motive des Killers aufzuklären. Dies wäre nachvollziehbar, wenn es sich bei dem vorliegenden Buch um den ersten von zwei Teilen handeln würde; das Werk figuriert aber als eigenständiger abgeschlossener Roman. Und dafür bleibt das Ende zu abrupt.

Zum dritten konzentriert sich der Roman zu sehr auf die Action - also die Beschreibung der Überfälle - und weniger auf die Ermittlungsergebnisse. Diese beschränken sich auf einen - wie sich im Nachhinein zeigt zwar wichtigen - Hinweis, doch das dieser kommt, ist reiner Zufall. Eine eigene Denkleistung der Detektive, eine Art Inspiration, habe ich vermisst.
Fazit
Schade. Denn der Roman ist durchaus spannend geschrieben. Die oben genannten Schwächen - vor allem in der Glaubwürdigkeit der Handlung - machen ihn zu keinem guten Thriller. Brutalität und Action alleine ersetzt keine glaubwürdige Handlung. Ich habe das Gefühl, in einem Action-Film zu sitzen - und dies ist mir einfach zu wenig.
2 Sterne2 Sterne2 Sterne2 Sterne2 Sterne2 Sterne2 Sterne2 Sterne2 Sterne2 Sterne
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Vorgeschlagen von Bernhard Nowak [Profil]
veröffentlicht am 10. Mai 2009

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