J. R. Ward: Ewige Liebe

Ewige Liebe

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Horror
ISBN-13 978-3-453-52302-9

Preis: 7,95 Euro bei Amazon.de [Stand: 09. Dezember 2016]
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Geheimorganisation gegen Geheimorganisation. Auf diesen kleinsten möglichen Nenner kann man die Erzählung bringen. Die Organisation der Lesser, alles herzlose Wesen, im Sinn des Wortes, denn ihnen fehlt gerade jenes lebenswichtige Organ, macht Jagd auf die letzten Vampire dieser Welt. Unter Nutzung neuester Technologien, der stärkeren Kräfte, der Gefangennahme und Folterung von Vampiren, finden die Untoten auch die letzten Verstecke. Den Vampiren steht nur die Minderheit der Black Dagger zur Verfügung. Unter Leitung ihres Königs Wrath, der endlich seinen Thron bestieg, nehmen sie den Kampf gegen die Untoten auf und konnten eine Schlacht, jedoch nicht den Krieg, gewinnen. Trotzdem werden die Vampire stetig weniger.
Das ist der Hintergrund der Romantic Thriller, die Jessica Bird alias J. R. Ward schreibt. Vordergründig geht es jedoch um eine Liebesgeschichte. Rhage, der beste Vampirkämpfer der zur Zeit am Un-Leben ist, wurde von der Jungfrau der Schrift verflucht. Jedesmal wenn er sich gefühlsmässig zu sehr verausgabt muss er damit rechnen, sich in eine wilde hemmungslose Bestie zu verwandeln. In diesem Fall hilft ihm nur ein Kampf oder heftiger, brutaler Sex, um sich aus dieser Anspannung zu befreien. Rhage der Verfluchte, der Vampir der sich fast immer unter Kontrolle hat, der Vampir, der meint sich und seine Umgebung zu beherrschen, verliert eben diese. Rhage der Vampir verliebt sich in eine Sterbliche. Aber seine Liebe, Mary trägt auch eine schwere Bürde, denn sie ist unheilbar an Leukämie erkrankt. Eine Blutkrankheit, etwas schlimmeres hätte einem Vampir nicht geschehen dürfen. Dabei ist es nicht so schlimm, denn die Vampire der J. R. Ward ernähren sich nicht von Menschen, sondern von anderen Vampiren. Damit würde sich weder Rhage vergiften, noch Mary mit dem Vampirismus-Virus anderer Erzählerinnen anstecken. Dieser erzählerische Trick macht die Welt um einiges interessanter und lesenswerter. Die lederbekleideten Hünen der Black Dagger, die sich in den ersten beiden Romanen viel zu sehr einem Klischee näherten erhalten im Laufe der Erzählung viel mehr Schwächen und Stärken, wie man sie sonst nur von den Menschen kennt. Schablonenhafte Muster vermeidet die Autorin um besser mit den Vampiren, Menschen und Lessern jonglieren zu können. Dies beginnt bei den normalen Eigenschaften und geht hin bis zu den erotischen, manchmal den das Pornographische streifende, Beschreibungen. Nur allzu willig geben sich die Vampirinnen den dominanten Vampiren hin, was bis fast zur eigenen Selbstaufgabe führt.
Fazit
In diese Welt führt J. R. Ward nun ihre menschliche Antiheldin Mary. Mary ist eher eine graue Maus, wirkt überhaupt nicht anziehend und wird trotzdem in den Mittelpunkt dieses Romans gestellt. Leider ist auch dieser Roman in zwei Teile gespalten, so dass die Leserin gar nicht dazu kommt, das Ende zu geniessen. Ich betonte eben extra den Begriff Leserin, denn ich sehe hier eindeutig in ihnen das Zielpublikum. Trotzdem fühlte ich mich als Mann auch gut unterhalten. Eine melodramatische Liebesgeschichte, Frau findet Märchenprinz und... verliert.
6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 24. März 2009

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