Javier Marías: Mein Herz so weiß

Mein Herz so weiß

Verlag: dtv [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Krimi
ISBN-13 978-3-423-12507-9

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Juan, der Ich-Erzähler, beginnt diesen Roman mit dem Bericht über den Tod seiner Tante Teresa. Diese war mit seinem Vater verheiratet und brachte sich nach der Hochzeitsreise um. Keiner weiß warum. Auch Juan hat sich lange nicht dafür interessiert. Aber jetzt ist er selber verheiratet und sein Vater stellt ihm merkwürdige Fragen, warnt ihn, über alle Geheimnisse zu reden. Juan plagen Ängste, es fühlt sich alles an, als ob mit der Hochzeit, alles zu Ende gehe.

Es geht aber auch um Juans junge Ehe, und über dieser hängen die Vergangenheit und die Angst vor der Zukunft.
Juan, und seine Ehefrau Louisa, sind Dolmetscher. Da sind Wörter wichtig, sehr wichtig. Auch in diesem Roman dreht sich alles um die Wörter. Weniger um die Geschichte, die wäre ja schnell erzählt.
In einem Wirrwarr von verwirrenden Beziehungen, ist seine zu Louisa die einzig geradlinige und logische. Da ist sein Vater, 3facher Witwer. Die Frau in Havanna, die ihren Geliebten zum Mord an seiner kranken Frau animiert. Seine alte Affäre, ebenfalls Dolmetscherin, 2x geschieden, die sich auf eine perverse Videokonferenz mit einem Unbekannten einlässt.
Juan, und seine Ehefrau Louisa, sind Dolmetscher. Da sind Wörter wichtig, sehr wichtig. Auch in diesem Roman dreht sich alles um die Wörter. Weniger um die Geschichte, die wäre ja schnell erzählt.
Marías baut ein Geflecht aus schlangenartigen Sätzen mit bedeutungsschweren Aussagen. Es geht nur marginal um den Freitod der jungen Frau. Viel mehr geht es um Partnerschaften, deren Flüchtigkeit und die Gewalt der Worte, die immer bleibt.
Der Titel "Mein Herz so weiß" wird Shakespeare- Lesern geläufig sein und ihnen bestimmt auch verraten, worum es in diesem Buch geht. Um Teilschuld und die Schuld derer, die die Worte aussprechen.
Juan lässt nichts aus, er beschreibt jede Kleinigkeit. Er kann sich Seitenweise übe reine verloren-aussehende Frau in Havanna beschäftigen. Es ist daher nicht immer einfach zu lesen. So viele Gedanken, Beistriche und Sätze in Klammern.
Dennoch ist es packend, mit welcher Überzeugung manche Menschen Ziele durchsetzen, und glauben, andere könnten das schätzen.
Fazit
mühsam, nichts für Leser von temporeichen Thrillern.
5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne

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Vorgeschlagen von Diyani Dewasurendra [Profil]
veröffentlicht am 16. Februar 2009

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