Simon Spiegel: Die Konstitution des Wunderbaren

Die Konstitution des Wunderbaren

Verlag: Schüren Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Sachbuch
ISBN-13 978-3-89472-516-7

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
In der Reihe Zürcher Filmstudien erschien mit der Nummer 16 der vorliegende Band, der sich ausschliesslich mit dem Science Fiction Film auseinander setzt. Simon Spiegel, dessen Buch als Dissertation angenommen wurde, versucht sich in einer Begriffsbestimmung des SF-Films. Dabei nimmt er als Grundlage das Werk von Todorov. Um mit der Dissertation zurecht zu kommen, sollte man also spätestens ab dem Moment mit Todorov Bekanntheit geschlossen haben, wo es darum geht, sich der Science Fiction auf drei Arten zu nähern. Das wäre bereits ab Seite 17 der Fall. Bei mir war das nicht de Fall, daher erschloss sich mir so einiges nicht. Das heisst aber nicht, dass das Buch nicht lesenswert wäre. Das Problem ist nur erst einmal zu lösen, indem wir fragen, für wen das Buch gedacht ist. Als Dissertation, wie bereits zweimal erwähnt, ist es sicherlich gut geschrieben. Soll es jedoch als ein Werk dienen, den Normalbürger anzusprechen, hat es sein Ziel verfehlt. Eine kleine Fussnotenverliebtheit lässt sich nicht leugnen, diese hätte man ohne Probleme im Text selbst unterbringen können, indem man diesen Text nur etwas umgeschrieben hätte. Zudem ist der Text Fremdwortlastig. Ohne Lexikon geht da nichts. Und zum Schluss, Zitate werden häufig gebracht, aber eine Übersetzung unterlassen. Bei Lesern, die der hauptsächlich verwendeten englischen Sprache nicht so mächtig sind, entstehen Verständnisfragen, weil falsch übersetzt wird. Dafür gibt es einen kleinen Bonus. Es findet sich eine DVD mit Bildbeispielen (natürlich in englisch) am Ende des Buches. Simon Spiegel macht sich mit seinem Buch sehr viel Mühe. Es wurde sogar vom Altmeister des deutschen Zukunftsromans, Wolfgang Jeschke, inhaltlich durchgesehen. Damit ist sicher gestellt, dass der Leser dieses Buches fachlich richtig informiert wird. Es gibt noch ein paar Punkte mehr anzusprechen, doch dies möchte ich hier nicht. Es gibt wenig Material über die Science Fiction, ob über Filme, Bücher oder Comics, die wirklich lesenswert sind.
Fazit
Hat man sich erst einmal mit der extrem wissenschaftlichen Sicht abgefunden, ist das Buch zwar nicht unterhaltsam, aber es vermittelt Wissen. Und das ist das Ziel einer Dissertation. Wissen sammeln, zusammenstellen, bündeln und vermitteln. Aus diesem Grund ist das Buch ein deutliches Plus für Leser und Filmgänger. Ob das Fazit jedoch mit der eigenen Meinung übereinstimmt ist eine andere Sache. Ich denke, hier kann man mit dem Autoren diskutieren.
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 20. Januar 2009

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