Patrick Quentin: Familienschande

Familienschande

Verlag: Diogenes Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Krimi
ISBN-13 978-3-257-01431-1

Preis: 9,61 Euro bei Amazon.de [Stand: 01. Oktober 2016]
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Patrick Quentins "Familienschande" gehört, wie Jochen Schmidt in seinem Buch "Gangster, Opfer, Detektive: Eine Typengeschichte des Kriminalromans" geschrieben hat, zu den besten Krimis, die es gibt. "Family Skeletons" spielt in einer reichen, vornehmen Familie in New York. Es kombiniert - so Schmidt - die Vorzüge der englischen mit denen der amerikanischen Detektivgeschichte. Schritt für Schritt deckt er (bei dem Autor handelt es sich um ein Pseudonym zweier in England geborener Autoren, der Autor des vorliegenden Bandes ist Hugh Callingham Wheeler) die Hintergründe eines mysteriösen Mordfalles auf: Lew Denham hat heimlich eine Engländerin, Virginia Harwood, geheiratet. Dies stößt in seiner Familie auf Widerstand... Kurz, nachdem Lew Virginia seiner Familie vorgestellt hat, passiert ein mysteriöser Mord, der aufgeklärt wird.
Nun wäre dies nichts besonderes. Atemberaubend ist jedoch die Spannung, mit der bis zum Schluss die Lösung offenbleibt. "Ich erwachte immer wieder, knipste das Licht an und las weiter. Ich konnte einfach nicht aufhören, bis ich das Buch hinter mir hatte. Patrick Quentin spielt in diesem Roman virtuos alle Möglichkeiten aus, und wenn man kurz vor dem Ende glaubt, es sei nun eben doch so gewesen, wie die Logik es von Beginn an vermuten ließ, schlägt quentin die letzte Volte. Bravourös!". Diese auf dem Buchrücken abgedruckten Bemerkungen von Richard Kirn in der "Frankfurter Neuen Presse" kann ich nur teilen: genauso ging es mir. Nun liegt Quentins Stärke nicht unbedingt im Plot, jedoch - wie oben angedeutet, in der atemberaubenden Spannung. Im Gegensatz zu Psychokrimis à la Patricia Highsmith, die ich persönlich nicht so mag, hatte ich das Gefühl, dass das, was dem Protagonisten Lew Denham passiert, mir auch hätte passieren können. Die Spannung ergibt sich aus der Frage (deren Antwort hier natürlich nicht verraten wird), welche Bewandtnis es mit seiner Frau und seinen Familienangehörigen hat. Diese Spannung wirkt echt - und nicht - wie heute bei vielen Psychothrillern üblich - weit hergeholt.
Fazit
Es ist zu hoffen, dass der Diogenes Verlag die Thriller von Patrick Quentin bald wieder neu auflegt - dem Leser wäre es zu wünschen.
9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne
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Vorgeschlagen von Bernhard Nowak [Profil]
veröffentlicht am 30. April 2003

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