Iny Lorentz: Die Tochter der Wanderhure

Die Tochter der Wanderhure

Verlag: Droemer Knaur [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: historischer Roman
ISBN-13 978-3-426-66242-7

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Die hübsche Tochter von Michel und Marie Adler, Trudi, ist die Handlungsträgerin des nun vorliegenden Romans. Zwölf lange Jahre hatten Michel und Marie Zeit sich um sich selbst und ihre Kinder zu kümmern. Trudi hat sich inzwischen verliebt und hofft sehr darauf, auch ihren Liebsten heiraten zu dürfen. Ihre Freundin Bona scheint da weniger Erfolg beschieden zu sein. Die Entjungferung scheint Trudi noch Spass gemacht zu haben, spätere Vergewaltigungen dann weniger. Auf der Hochzeit der Freundin wird Michel umgebracht. Die zwei Verdächtigen legen einen Meineid ab und bleiben daher unbescholten. Hintergrund ist die Gier des Würzburger Bischofs, der es auf die Ländereien von Michel und Marie abgesehen hat. Mit dem Tod von Michel hofft er auf eine bessere Übernahme der Länderein von Kibitzstein. Für die Witwe Adler und ihre Familie ändert sich nun einiges. Einstige Freunde entpuppen sich nun zu Neidern und habgierigen Nachbarn. Alles drängt gegen Marie und sie hat keine Hoffnung. Da macht sich Trudi auf den Weg einer langen Wanderung zum König. An dieser Stelle könnte man den ersten Band, Die Wanderhure, noch einmal lesen. Trudi auf dem Weg zum König, mit der Bitte, dass der ehemalige Gönner noch einmal helfend einschreitet. Wenn sich das störrische Kind erst einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, dann setzt sie es auch durch. Komme was wolle.
Fazit
Die Fortsetzung der erfolgreichen Wanderhuren Trilogie durch die Tochter war sicherlich ein Kunstgriff, um weitere Käufer anzulocken. Ich denke, wenn man die Bücher als Heftromane herausgegeben hätte, würde man ein viel grösseres Publikum erreichen. Man könnte durchaus eine Endlosserie daraus machen. Denn die Trivialliteratur wird durch das Autorenpaar perfekt beherrscht.
Das Buch lässt sich leicht und locker lesen, wenn man erst einmal den schleppenden Beginn hinter sich hat. Man hätte den Beginn locker um 200 Seiten kürzen können, ohne dass es aufgefallen wäre. Das Autorenpaar bewirft die Leser mit Namen von Personen und Örtlichkeiten und verwirrt dadurch. Im Anhang wird zwar alles geklärt, aber mal ehrlich, ich will ein buch zur Unterhaltung lesen und nicht zum Nachschlagen. So böse wie es klingt, erst mit der Ermordung von Michel Adler, beginnt eine abenteuerliche Wanderung. Eine gute Mischung aus erfundenen, historischen Liebesroman mit fesselnder Handlung. Man liest es schnell durch und hat für einige Zeit eine nette Unterhaltung. Für einfache Gemüter bestens geeignet ein wenig abzuschalten und in eine Phantasie-Welt abzutauchen. Die Figuren sind klar getrennt in gute und böse Leute und natürlich, wie in einem guten Märchen, ereilt den Bösen das gerechte Schicksal. Oder das was der Leser als gerecht empfindet.
5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 28. November 2008

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