Horst Bosetzky: Wie ein Tier. Der S-Bahn Mörder

Wie ein Tier. Der S-Bahn Mörder

Verlag: dtv [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Krimi
ISBN-13 978-3-423-20021-9

Preis: 0,17 Euro bei Amazon.de [Stand: 26. September 2016]
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Krieg in Berlin. Verdunkelungspflicht. Frauen übernehmen die Arbeisstellen der Männer. Einige leben in der Gartenkolonie "Gutland II" neben dem S-Bahnhof Rummelsburg und müssen nachts allein nach der Arbeit nach Hause fahren. Wo es zeitlich möglich ist, werden S-Bahnfahrgemeinschaften gebildet. Dies vor allem in der Zeit, in der der Berliner S-Bahn Mörder sein Unwesen treibt.

Eine Frau wird in ihrer Laube getötet, im Zimmer nebenan spielen ihre Kinder. Eine weitere trifft ihren Mörder auf dem Weg durch die Gartenkolonie. Andere Frauen sterben bei einem Sturz aus der S-Bahn. Paul Ogorzow, ein psychisch kranker Mann, ein S-Bahn Mitarbeiter nimmt sich das, was er braucht. Zunächst bleibt es bei versuchten Sittlichkeitsverbrechen in der Laubenkolonie, doch der Triebdrang steigert sich unaufhörlich und die ersten Frauen sterben. In der Kolonie ist man aufmerksam geworden, fordert den Täter auf der Kolonie fernzubleiben. Ogorzow aber sucht sich lediglich einen anderen Tatort, sowohl vor als auch nach der Arbeitszeit fährt er mit der S-Bahn seine Strecken ab und hält nach einzelnen Frauen Ausschau. Er hat nur wenige Minuten Zeit. Alles muss in der Fahrzeit zwischen zwei Haltestationen erledigt werden. Zu guter letzt werden die Frauen aus dem Zug geschmissen.

Die Berliner Polizei steht unter Druck. Immer mehr Morde geschehen, aber es ist keine Spur des Täters auffindbar. Über ein Jahr dauert es, bis sie ihn finden. Verdeckte Ermittlungen werden durchgeführt, sogar eine weibliche Mitareiterin bietet sich als Lockvogel an und entkommt Ogorzow knapp. Die Tarnung des Täters ist ein normales Leben. Er hat eine Frau und zwei Kinder und geht seiner Arbeit immer zuverlässig und gewissenhaft nach. Unter den Kollegen ist er anerkannt, vielleicht etwas verschroben aber ein beliebter Skatpartner. Seine Frau schöpft keinen Verdacht.
Fazit
Eine authentische Geschichte einer ungewissen Zeit. Horst Bosetzky hat für seinen Roman gut recherchiert. Im Anhang befinden sich ein Bild des Paul Ogorzows und Tatortskizzen. Die grausamen Taten werden dadurch veranschaulicht. Die Angst der Frauen wird durch die Schreibweise des Autors spürbar. Und der Täter? Ist er ein Vollstrecker des Zeitgeistes, wie es im Klappentext heißt? Lesen Sie selbst
10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne
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Vorgeschlagen von Romy Bigalke-Kunert [Profil]
veröffentlicht am 23. November 2008

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