John Irving: Bis ich dich finde

Bis ich dich finde

Verlag: Diogenes Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-257-23621-7

Preis: 15,00 Euro bei Amazon.de [Stand: 07. Dezember 2016]
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Meine Begeisterung für Irving wurde durch "Garp und wie er die Welt sah" entfacht.
"Bis ich dich finde" ist das 3.Werk von Irving, das ich lese. Leider wollte sich die Begeisterung nicht einstellen, mit der ich fix gerechnet hatte.

In diesem Roman schwingt ein ganz anderes Gefühl. Es ist noch immer abstrakt, voller verrückter Persönlichkeiten und skurriler Begebenheiten. Sex ist bei Irving eher immer auf der abstrakten und grotesken Seite angesiedelt, aber bei "Bis ich dich finde" kam noch was anderes dazu: Kindesmissbrauch.

Jack ist 4 als seine Mutter beschließt, auf die Suche nach dem Vater zu gehen, sie reißen durch Nordeuropa und geben in Amsterdam auf, als sie ihn nicht finden können. Erst nach dem Tod seiner Mutter, wird Jack herausfinden, wie ganz anders als zu seiner kindlichen Erinnerungen alles abgelaufen ist.
Frauen spielen in Jacks Leben immer die 1.Rolle. Er ist umgeben von einem "Meer von Mädchen", er geht in eine Mädchenschule, lebt mit Frauen zusammen, kein einziger Mann, der ihn prägen könnte. Und viele dieser Frauen nutzen ihn aus, es dauert lang, bis Jack das begreift
Seine enge freundschaftliche Beziehung zu Emma, 9 Jahre älter als er, beginnt mit Missbrauch. Emma hält ihm immer den Penis und hat früher mit ihren Freundinnen an ihm rumgespielt.

Nach dem Tod seiner Mutter macht sich Jack noch mal auf die Suche nach seinem Vater und auf die Suche nach sich selbst. Mittlerweile war Jack ein bekannter Schauspieler hat Oscar- gekrönt.

Dieses Werk war zäh zum lesen, es hat mich abwechselnd angeekelt und gelangweilt.
Der Roman ist in 5 Großkapitel eingeteilt. Die ersten Kapitel über seine Kindheit und seine traumatischen Erfahrungen mit Sex sind interessant, dann kommt für mich die große Langeweile, Kapitel über seinen Werdegang als Schauspieler. Die letzten Kapitel sind dann wieder packend, die Suche nach sich selbst, seine Therapeutin, der Tod seiner Mutter, die Wahrheit über seinen Vater und das Finden.
Fazit
durchwachsen. Für einen Irving-Fan ein Muss, für einen Irving-Neuling empfiehlt sich dieser Roman NICHT als Einstieg! Unbedingt vorher "Garp und wie er die Welt sah" oder "Hotel New Hampshire" lesen! DANN bekommt man ein Gefühl für Irving.
5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne
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Vorgeschlagen von Diyani Dewasurendra [Profil]
veröffentlicht am 22. November 2008

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