Jenny-Mai Nuyen: Rabenmond

Rabenmond

Verlag: C. Bertelsmann [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Fantasy
ISBN-13 978-3-570-16000-8

Preis: 0,86 Euro bei Amazon.de [Stand: 26. September 2016]
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Mion ist die Hauptfigur des neuen Romans, den uns die junge Autorin Jenny-Mai Nuyen vorstellt. Mion ist oft mit ihren Freunden Saffa und Kajan in den Burgruinen und spielt dort Ritus. Ritus ist eine Handlung, die in den Nächten des Rabenmondes vollzogen wird. Drei unterschiedliche Tiere werden getötet, um sich nicht nur deren Lebenskarft zu sichern, sondern vor allem die Kunst anzuwenden in deren Form als Tier herum zu laufen. Seit sich die Tyrannen von Wynter der dunklen Magie während des Rabenmondes bedienen, können sie sich in Tiere verwandeln und sind unsterblich. Die junge Mion ist regelrecht süchtig nach dem von den Tyrannen vorgelebten Ritus und so kommt es wie es kommen muss. Sie schiesst auf einen Fuchs und ist entsetzt, als sich dieser in einen Jungen verwandelt. Lyrian ist der Sohn des Tyrannen von Wynter und war in der Lage, sich in einen Fuchs zu verwandeln. Sein Pech war, dass er Mion in die Quere kam. Auf ihr Attentat, ob gewollt oder nicht gewollt, steht der Tod. Weil sich aber Lyrian, der Prinz von Wynter, in das Mädchen verliebt, wirkt er darauf hin, das Mädchen am Leben zu lassen. Sphinxe holen sie daher aus der Hütte ihrer Eltern und ihr Vater kann nichts dagegen unternehmen. Als Antwort erhält er lediglich die Antwort, Mion sei eine Verbrecherin. Sie muss daraufhin in die Lehre des für die Leser recht undurchsichtigen Malers Jagu. Er hatte dafür gesorgt, dass Mion von der Liste der zu tötenden Menschen gestrichen und bereits als gestorben geführt wurde. Lyrian hingegen hatte seiner Vertrauten Baltibb auf die Suche nach Mion geschickt und sie kommt mit eben dieser Aussage, Mion sei tot, zum Prinzen von Wynter zurück. Der Tierpflegerin ist das ganz recht, ist sie doch heimlich in den Prinzen verliebt.
Fazit
Jenny-Mai Nuyen, mit der ich vor ein paar Jahren auf der Buchmesse in Frankfurt ein Interview (siehe MAGIRA - Jahrbuch zur Fantasy) führen konnte, mag anscheinend dramatische Liebesgeschichten. Die vorliegende Geschichte erinnert mich an das Lied von Kate Busch Wuthering Heights, die wiederum auf Emily Brontes gleichnamige Erzählung zurück geht. Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass Jenny die über 100 Jahre alte Erzählung kennt. Ihre Erzählung ist, wenngleich sie in einem phantastischen Land spielt, durchaus modern. Ihr Buch fesselt die Leser, wohl eher Leserinnen, und gibt ihnen kaum Chancen das Buch aus der Hand zu legen. Ich selbst gab dieses Buch der zwölfjährigen Petra, die ab und zu Jugendbücher für mich liest, und war auf deren Meinung gespannt. Petra entsprach nicht immer ganz meiner Meinung, las das Buch in knapp zwei Wochen durch. Ihr gefiel, im Gegensatz zu mir, die Person Baltibb am Besten. Die tragische Person hatte es ihr besonders angetan. Grundsätzlich kann man sagen, dass mit Rabenmond ein guter Jugendroman erzählt wurde. Im Vergleich zu den vorhergehenden Romanen hat sie das ausgemerzt, was ich zu kritisieren hatte, Langatmigkeit zu Beginn, Spannungsabbruch in der Mitte. Ich bin zufrieden und Petra war es erst recht. Sie war zumindest der Meinung, das Buch gleich noch einmal zu lesen. Kann es ein schöneres Kompliment geben?
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 20. November 2008

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