Morvwn Westfield: Brut der Finsternis

Brut der Finsternis

Verlag: Otherworld Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Horror
ISBN-13 978-3-9502185-4-1

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Die Wikka-Chroniken 1. Band
Die Geschichte der Morven Westfield, die sich hier im Buch als Alicia Anderson vorstellt, beginnt recht harmlos. Wir lernen viel über die 1970er Jahre in einer grossen Firma kennen, die sich mit den Problemen der Elektronischen Datenverarbeitung herumschlagen muss. Es war für mich ziemlich befremdlich, von Bandsicherungen, Stapelverarbeitungen und ähnlichem zu lesen. Diese Art der Datenverarbeitung ist bereits Geschichte. Gleichzeitig lässt uns Morven/Alicia an ihrem Leben teilhaben, stellt uns ihre eigenen Probleme und Sorgen vor. Ihre Kollegen an der Arbeit und die Mitglieder eines Hexenzirkels.
Alicia hat es nicht leicht, sie ist Seiteneinsteigerin als Programmiererin und besser als manch einer mit Abschluss. Das ist auch der Grund, warum sie für ausgeschriebene Stellen nicht berücksichtigt wird. Dazu gibt es Ärger mit ihrem Freund Kurt, der schnell zum Ex-Freund wird. Wir lernen ihre Freundinnen Susie und Jean kennen. Schon sehr schnell führt die Autorin auch Meg MacMillian, alias Matricaria in die Handlung ein. Sie besetzt den Arbeitsplatz als Neueinstellung, den Alice gern gehabt hätte. Unter dem magischen Namen Matricaria nimmt sie an den Treffen eines Hexenzirkels teil.
Und dann darf natürlich Wesley Stewart James nicht fehlen. Ein Vampir aus den Zeiten des amerikanischen Bürgerkrieges, mit der gleichen Steifheit in seinem Benehmen wie auch in der Ausdrucksweise. Ihm zur Seite steht ein junger Vampir der 1970er Jahre, als Diener. Ein deutlicher Fehltritt des Wesley Stewart James, der einen Begleiter und Gesprächspartner suchte und einen ziemlich einfältigen Kerl erwischte, der sich für nichts interessiert.
Fazit
Der Roman, der von Michael Krug gekonnt übersetzt wurde, gefiel mir nicht auf Anhieb. Das lag ausschliesslich an der Beschreibung von Alice als Systemprogrammiererin und meiner tagtäglichen Arbeit als Firewalladministrator. Die Artefakte der EDV-Steinzeit interessierten mich gar nicht. Mit dem Vampirduo kam etwas Leben, sofern man das bei Untoten so nennen kann, in den Roman. Auf der einen Seite James, der sich als untadeliger Aristokrat sieht, auf der anderen Seite ein teilnahmsloser Frederik, der sich lediglich als Handlanger eignet und sonst keine eigenen Interessen zeigt.
Alles zusammen, der Hexenzirkel, Alice, die Vampire ergeben eine klassische Dreiecksbeziehung, die sich jedoch in ungewöhnlicher Weise darstellt. Vor allem gefiel mir die Verbindung von Wikka und Vampiren, die Morven Westfiled in einen kausalen Zusammenhang brachte. Der Vampirroman wurde sicherlich nicht neu erfunden, aber um eine bereichert.
Zum Schluss sei noch angemerkt, die Titelbildzeichnerin Anne Stokes, ist klasse. Sehr stimmungsvoll.
7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne

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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 12. November 2008

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