Charlotte Wilde: Apollonia Cox. Im Auge des Taifuns

Apollonia Cox. Im Auge des Taifuns

Verlag: Pendo Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Fantasy
ISBN-13 978-3-86612-180-5

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Ihre Großmutter war einfach zu alt, um sich täglich um den Leuchtturm von Norrington zu kümmern, fand Apollonia Cox. Nachdem ihre Eltern auf rätselhafte Weise verschwunden waren, versorgte Apollonia gemeinsam mit Oma Cox zuverlässig den Leuchtturm an der englischen Küste. Apollonia kommt immer seltener zur Schule. Ihre Lehrerin und ihre Mitschüler hat das merkwürdige Mädchen schon immer mit eigenartigen Geschichten aus der Welt der Regenschrate verwirrt. Doch nun gibt das Schwänzen Apollonia den Rest, das Jugendamt will Oma Cox das Sorgerecht für ihre Enkelin entziehen. Eines Morgens stehen ein paar Typen in Ledermänteln vor der Leuchtturmtür. Apollonia ist überzeugt davon, dass sie in ein Erziehungsheim gesteckt werden soll und flüchtet Hals über Kopf aus dem Leuchtturm. Shasha, die schnippische siebenarmige Windsbraut mit hellblauen Haaren kommt Apollonia zu Hilfe und sagt ihr auf den Kopf zu, was Apollonia bisher verdrängt hat: Sie ist eine Enya, ein halb menschliches, halb geisterhaftes Wesen, das sich im Wasser so geschmeidig bewegen kann wie in der Luft. Kein Wunder, dass Apollonia sich den Meeresgeschöpfen so stark verbunden gefühlt hat.

Im Auftrag von Scotland Yard fahndet Zacharias Shackleton in Norrington nach der verschwundenen Apollonia. Gemeinsam mit Apollonias Mitschüler Greg vermutet der unkonventionelle Ermittler "Zac" eine Verbindung zwischen Apollonias Verschwinden und dem ihrer Eltern. Apollonias Eltern sind offenbar von Raviel MacMillan entführt worden, der sich als Herr über Meer und Wetter sieht und mit Hilfe der beiden Meteorologen für dubiose Zwecke einen Super-Taifun auslösen lassen will. Zacs Suche nach Apollonia scheint in einer Sackgasse zu enden. Die Gesuchte erregt auf der Suche nach ihren Eltern das heftige Missfallen des Herrschers über alle Meere, Okami Dragon, der bei den Bermuda-Inseln residiert. Dem grantigen Unterwasserherrscher wird schnell klar, dass nur Apollonia und die Wetter-Geister gemeinsam Raviel das Handwerk legen und die englische Küste vor der drohenden Sturmflut bewahren können. Die auch für eine Enya sehr gefährliche Aufgabe führt Apollonia und ihre Meerwasser gewohnten Freunde schließlich bis nach Schottland.
Fazit
Charlotte Wildes Apollonia Cox erweist sich als Glücksfall für die Jugendliteratur. Die mutige, schlagfertige Apollonia steht mit beiden Beinen im Leben der Gegenwart. In der Unterwasserwelt lernt sie, ihre magischen Fähigkeiten anzunehmen und für ein wichtiges Ziel ihr Temperament zu zügeln. Wilde führt uns in eine hinreißend geschilderte, stimmige Zwischenwelt der Meeresgeschöpfe und Wellenkobolde, zu Wesen denen das Wasser aus sämtlichen Nähten tropft. Die elegante Sprache der Autorin, die den Ton jugendlicher Leserinnen trifft, ohne sich anzubiedern, steckt voller witziger maritimer Wortschöpfungen. Eine spannende, phantastische Abenteuergeschichte, in die Jugendliche wie Erwachsene genüsslich eintauchen, während Apollonia schon unterwegs zu weiteren Abenteuern ist.
10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne

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Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 08. November 2008

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