F. Scott Fitzgerald: Der große Gatsby

Der große Gatsby

Verlag: Diogenes Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-257-06518-3

Preis: 3,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 06. Dezember 2016]
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Fitzgerald handelt die Falle "der Amerikanische Traum" ab, sein Opfer: James Gatz, der sich als Jay Gatsby ausgibt.
Als mittelloser Kriegsheld kommt er nicht in die Gesellschaft der Reichen und Schönen der Goldenen Zwanziger". Erst als er viel Geld hat und es protzig zur Schau stellt, interessieren sich Leute für ihn, habgierige und geizige Menschen, die nur andere auszunutzen wissen.
Nick, sein Nachbar, ist der einzige, der Gatsby bedauert und hinter diesem Schauspiel mehr wittert.
Gatsby will Daisy zurück gewinnen, ein Mädchen, das er vor 5 Jahren kennen lernte, aber der Krieg und seine Armut, von die sie- als eine reiche verwöhnte Tochter- nichts wusste, treiben einen Keil in seine Träume. Daisy ist eine oberflächliche und kaltherzige Frau, die ihrer Gesellschaftsschicht entsprechend nur weiß, andere für ihren Nutzen auszunehmen. Während Gatsby in seiner Liebe zu ihr in all den Jahren aufgeht und alles tut, um ihr näher zu kommen, kam sie schnell über ihn hinweg, heiratet reich und widmet sich nichts mit ehrlicher Ernsthaftigkeit. Ein Opfer ihrer oberflächlichen und wankelmütigen Natur wird Gatsby.

Ein fesselndes Bild des so genannten "american dreams" und derer, die glauben, diesen sich erfüllt zu haben, in Wirklichkeit sind sie rohe und abgebrühte Menschen, die auf einen Feld Leichen wandern.

Am Ende bleibt Gatsby allein, keiner seiner so genannten Freunde und Bekannte ist in seinem letzten Moment da, nur Nick, sein junger Nachbar, der erkennt, unter was für Leuten er sich rum treibt und diese zu verachten beginnt für das, was sie Gatsby angetan haben.

Nick ist der Erzähler, hält sich selbst zurück um besser Gatsby und seine Tragödie zu beleuchten.
Die Sprache ist prägnant, selten verliert sich Fitzgerald in ausschweifenden Sätzen und Ausführungen, viel mehr ist die präzise Knappheit, mit dem es ihm gelingt, ein Bild des menschlichen Untergangs zu malen. Es ist oft abstrakt, oft stehen die Sätze in der Luft, gehören nirgendwohin und berühren nichts, aber sind da und haben wohl einen Sinn.
Fazit
UNBEDINGT lesen!!

Mir lag die Übersetzung von Walter Schürenberg vor, aufgelegt 1974 im Diogenes Verlag und übernommen vom SZ Verlag.
10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne

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Vorgeschlagen von Diyani Dewasurendra [Profil]
veröffentlicht am 10. Oktober 2008

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