George R. R. Martin: Fiebertraum

Fiebertraum

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Science Fiction
ISBN-13 978-3-453-53285-4

Preis: 4,35 Euro bei Amazon.de [Stand: 03. Dezember 2016]
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1857, das Zeitalter prächtiger Mississippi-Raddampfer und die Frostkatastrophe. Schiffer Abner Marsh ist ein äusserlich unsympathischer Mensch. Fettleibig, Warzen bedeckt und eine Stimme, laut und unangenehm. Im Prinzip hätte er sich zurückziehen können und den Ruhestand geniessen. Aber da war die Frostkatastrophe, die ihn um sein Geld brachte. Seine Flotte von Raddampfern wird vernichtet und von heute auf Morgen ist der eigner der Fevre River Packet Company eine arme Sau.
Und doch scheint er noch ein klein wenig Glück zu erhaschen. Ein ziemlich überspannter feiner Herr bietet Abner Marsch ein sehr gutes Geschäft an. Joshua York, so der Name des seltsamen Herrn, will dass Abner den schnellsten und besten Raddampfer auf dem Fieberfluss Mississippi baut. Das Schiff wird auf den Namen Fiebertraum getauft und könnte dem Totalverlust von Kapitän Marsh entgegen steuern. Allerdings muss er dafür York zu Diensten sein, der den Mississippi hinunter fahren will um einige Freunde einzusammeln. Die Leute halten Abstand von marsh und wollen auch von ihm in Ruhe gelassen werden. Doch seine Neugier kann er nicht beherrschen. Es gibt da Fragen über Fragen. Die wichtigste Frage ist, warum sieht Abner Joshua nie tagsüber. Die Antwort ist erschreckend.
Fazit
Seit zwei Jahren habe ich von George R. R. Martin nichts neues gelesen und auch dieses Buch ist nur eine überarbeitete Neuauflage. Allerdings mit dem Vorteil für mich, dass ich das Buch noch nicht kannte. So konnte ich ziemlich unvoreingenommen an das Buch heran gehen.
George R. R. Martin ist ein Autor, der in seinen jungen Jahren Sozialkritik in Phantastik verpackte. Weniger kritische Leser kamen während der packenden Handlung gar nicht auf die Idee, die sozialkritischen Einflüsse zu hinterfragen. Gerade beim vorliegenden Roman greift er die Südstaatenproblematik auf, die mit ihren afrikanischen Sklaven den Bürgerkrieg herausforderten. Abner Marsh ist ein Mann der seine Ansichten über die Nigger langsam, aber sicher, im Lauf der Handlung ändert. Aus dem polternden menschenverachtenden Kapitän wird ein Mann mit Verständnis für geknechtete Menschen, was sich auch auf seinen Partner und dessen Freunde auswirkt.
6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 28. September 2008

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