Richard Laymon: Der Keller

Der Keller

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Horror
ISBN-13 978-3-453-43351-9

Preis: 15,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 03. Dezember 2016]
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Mit dem Sammelband Der Keller veröffentlicht der Wilhelm Heyne Verlag drei Bücher, die inhaltlich zusammen gehören. Unter Berücksichtigung der Schaffenskraft des am 14.02.2001 gestorbenen Autors Richard Laymon haben wir drei unterschiedliche Romane. Veröffentlicht in den Jahren 1980, 1986, 1998 zeigen sie nicht nur eine aufeinander bauende Handlung, sondern den über Jahre hinweg entwickelten Stil. Daher ist nicht nur interessant, das Buch in einem Stück zu lesen und der Handlung zu folgen, sondern auch die unterschiedliche Perioden seiner Schaffenskraft. Der erste Roman, der Keller, war das Erstlingswerk des amerikanischen Autors. Erst später fügt er die Stilmittel ein, die ihn letztlich bekannt machen werden. Der Band wurde 1991 vom Wilhelm Goldmann Verlag unter dem Titel Das Haus des Schreckens veröffentlicht. Für die Übersetzung war damals Gisela Kirst-Tinnefeld verantwortlich. Die heutige Übersetzung übernahm Kristof Kurz. Der zweite Band, Das Horrorhaus, bietet dem Leser das, was den späteren und erfolgreicheren Autor ausmachte. Den Glanzpunkt bietet in jedem Fall Die Mitternachtstour. Es ist einer der letzten Romane, die Richard Laymon vor seinem Tod schrieb. Hier ist keine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod mehr zu sehen. Man könnte sagen, er starb auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft.
Das Horrorhaus, das wir vom Keller bis zum Dachboden kennenlernen, zeigt uns die seltsamen Bewohner. Die Geschichte, wie wir das Haus kennen lernen ist spannend und packend geschrieben und lesenswert. Die drei Romane knüpfen aneinander an und werden zu einem grossen Werk.
Trotzdem ist das Werk durchaus zwiespältig zu sehen. Wenn der erwachsene Roy auf Seite 44 mit der zehnjährigen Joni in die Badewanne steigt ist das eindeutig Pädophiles Gedankengut. Leider ist die Mutter mit der Messerattacke nicht sehr erfolgreich. Nur mal so am Rande, sollte ich einen Mann in eindeutiger Pose mit einem Kind finden, er würde von mir keine Chance auf eine Gerichtsverhandlung erhalten. Für den Roman ist es ein Spannungsmittel über das man als Leser kontrovers diskutieren kann.
Für mich ist diese Situation schon Horror. Dabei fängt der Roman bereits mit dem Tod auf dem Dachboden sehr klassisch an.
Fazit
Trotz verschiedener, geschmacklich schlechter Ausrutscher, bleibt mit der Trilogie des Horrorhauses ein gelungenes Buch übrig. Entwicklung der Geschichten gehen mit der Entwicklung des Autors Hand in Hand.
6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 11. September 2008

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