Das "House of Skirl" ist schon reichlich eigenartig. Kim lebt dort bei
seinem Großonkel, in dem riesigen, altehrwürdigen Haus mitten in der Natur,
seitdem seine Mutter gestorben ist. Plötzlich steht an einem Wintertag ein
Fremder vor der Tür, der sich als entfernter Verwandter ausgibt. Der dick
eingepackte mit dem Namen Igthy Ma-tuu Clava zieht mit Kim durch das Haus. Er
scheint zu wissen, wonach er sucht, hält sich aber immer sehr bedeckt - bis sie
ein Gemälde entdecken. Darauf sind neben dem "House of Skirl" dreizehn
Stühle zu sehen. Zwei davon stehen noch, die restlichen wurden scheinbar
umgeworfen. Hundert Jahre ist es alt, doch welche Bedeutung hat es? Das fragt
man sich auch bei der Begegnung mit einer Person, die die beiden auf dem Bild
sehen: mit dem Alten Mann von Tarle, der selbst hundert Jahre später noch über
die Trittsteine über den Fluss Tarle wacht. Zwar löst er ein Rätsel auf - die
umgefallenen Stühle symbolisieren den Tod eines Mitglieds der Familie -, dafür
tun sich neue auf. Mal ganz abgesehen davon, dass er überhaupt noch lebt und
sich, verglichen mit dem Gemälde, nicht im geringsten verändert hat, versteht
Kim nicht, warum Alba Hockmuth, die sich als fiese Ersatzmutter für Kim
aufspielt, obwohl sie nur sehr entfernt mit ihm verwandt ist, bei dem Wächter
als Hexe gilt - und warum können ausgestorbene Vögel auf einmal reden?
Fazit
Ein spannender Jugendroman. Verwirrend und mysteriös erzählt Henry Porter von
Zeitreisen, von Machtsucht und einer parallelen Gespensterwelt. Gesunde
Gegenpole bilden die fiese Hockmuth und Igthy durch seine unbeschwerte Art.
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